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10.07.2013
11:03

Nach der Hochwasserwelle - wie geht es für die Betroffenen weiter?

Gastbeitrag von Andreas Böhmann (Fa. Knobloch e.K.), verfasst am 10.07.2013

Foto: Andreas Böhmann

Diese Hochwasserwelle ist vorbei und auch die Welle der Berichterstattung darüber ist stark abgeebbt. Damit sind aber die Probleme für die betroffenen Menschen und Unternehmen bei weitem nicht erledigt! Wir hatten ja bereits vor gut einem Monat, einen Bericht von Karin Stäbler, Geschäftsführerin der Reich Online Service GmbH aus Rosenheim hier im Blog gebracht. Für sie ging alles - Dank des tollen Engagements vieler Helfer - glimpflich aus.

Aber andere sind nicht so glimpflich davongekommen. Heute möchte ich daher einen Bericht von Andreas Böhmann, Inhaber der Firma Alfred Knobloch e.K. aus Grimma bringen. Er wurde nach 2002 jetzt zum zweiten Mal sehr schwer vom Hochwasser getroffen und schreibt:



"Zum wiederholten Male nach 2002 traf uns die Muldeflut. Wieder einmal konnte im Vorfeld der zu erwartende Wasserstand nicht einmal annähernd vorausgesagt werden. Vielmehr wurde noch am Samstag Mittag quasi Entwarnung gegeben: Der Pegel geht zurück.
 
Dann kam alles anders. Zwar ca. 1m unter dem Stand von 2002, dafür aber nicht minder vernichtend. Ca. 1,60m Wasserstand in unseren Räumen haben fast die gesamte Ware vernichtet.
 
2002 noch mit einer Versicherung für Betriebsunterbrechnung und Inhalt, hat uns die Versicherung 2006 das "Risiko" Überschwemmung gestrichen. Selbstredend waren Versuche, wieder Versicherungsschutz zu bekommen, erfolglos.
 
Nachdem das Wasser wieder weg war - das geht bei der Mulde durch die hohe Fließgeschwindigkeit sehr schnell - begann das Aufräumen. Über unseren 400 qm Laden und 300 qm Lager lagen 3-4 cm Schlamm! Bis zu 50! freiwillige Helfer waren mit aufräumen und säubern beschäftigt. Das war - ebenso wie 2002 - überwältigend!
 
Dann das bange Warten: Wird der Schaden von staatlicher Seite reguliert? Welche Quote wird es geben? Wie reagieren
unsere Lieferanten?

Bereits nach einer Woche haben wir begonnen in unserem Geschäft die gereinigte Ware zu verkaufen. Nach unseren ersten Berechnungen haben wir für ca. 300-350 TEUR Ware und für 100-150 TEUR Einrichtung, die vernichtet wurde. 500 TEUR Schaden also insgesamt. Die Unterstützung der Lieferanten sieht sehr unterschiedlich aus: Von kostenloser neuer Ersteinrichtung über 50% Rabatt bei Neueinrichtung bis zu quasi "gar nichts" war alles dabei.
 
Vor einer Woche wurde dann Förderrichtlinie bekannt gegeben: 50% des Schadens, max. 100 TEUR, in Härtefällen 200 TEUR werden übernommen. Das ist sicher nicht schlecht, aber der Zuschuss wird nur gewährt, wenn die Gesamtfinanzierung steht, ich also im Extremfall 400 TEUR an neuen Krediten nachweisen muss. Wie das funktionieren soll, kann ich momentan noch nicht sagen!"


Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn Sie bei konkreten Ideen zur Hilfe direkt mit Herrn Böhmann Kontakt aufnehmen. Als mögliche kleine Geste der Unterstützung hat jedenfalls der bvh der Firma Knobloch den Mitgliedsbeitrag 2013 erlassen.

Wenn auch Sie mit Ihrem Unternehmen vom Hochwasser oder einer anderen besonderen und unverschuldeten Notlage betroffen sein sollten - sprechen sie uns an! Vielleicht können wir helfen und Solidarität sowie Unterstützung schaffen.

Christoph Wenk-FischerPermalinkKommentare 0
Tags: hochwasser, mulde, solidarität
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Neue Regelungen zur Restschuldbefreiung beschlossen

Verfasst am 17.05.2013 von Stephanie Schmidt

Der Bundestag hat gestern ein Gesetz zur Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens und zur Stärkung der Gläubigerrechte  beschlossen. Durch die Verkürzung der Dauer des Restschuldbefreiungsverfahrens soll gescheiterten Unternehmern und Personen, die in die Insolvenz geraten, ein finanzieller Neuanfang ermöglicht werden.

Ab dem 1.Juli 2014 können Schuldner eine Restschuldbefreiung bereits nach drei Jahren beantragen, wenn sie innerhalb dieses Zeitraums mindestens 35 Prozent der Gläubigerforderungen und die Verfahrenskosten begleichen können. Bisher betrug dieser Zeitraum sechs Jahre. 

Mit der Neuregelung sollen für den Schuldner Anreize gesetzt werden, durch Begleichung eines möglichst hohen Anteils seiner Forderungen eine frühzeitige Restschuldbefreiung zu erlangen. Für die Gläubiger hat dies die positive Wirkung, dass sie noch einen bedeutenden Teil ihrer Forderungen realisieren können, während sie nach der bisherigen Rechtslage bei einer Restschuldbefreiung nach sechs Jahren oft leer ausgingen. Nach fünf Jahren sieht die Neuregelung eine vorzeitige Restschuldbefreiung dann vor, wenn zumindest die Verfahrenskosten beglichen werden können. Zudem besteht für Gläubiger  zukünftig jederzeit die Möglichkeit, einen Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung zu stellen.

Erfreulich ist, dass die Mindestbefriedigungsquote von ehemals 25 Prozent im Regierungsentwurf nach der Beschlussempfehlung des Rechtsausschusses des Bundestags auf 35 Prozent heraufgesetzt wurde. Eine Anhebung der Quote hatte auch der bvh im Gesetzgebungsverfahren angeregt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesjustizministeriums.

Stephanie SchmidtPermalinkKommentare 2
Tags: restschuldbefreiungsverfahren, insolvenz, bundestag
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Facebook - unaufhaltsam?

Verfasst am 02.02.2012 von Stephanie Schmidt


Gestern erfuhr die Welt das Neuste in Sachen Facebook: Der Börsengang steht unmittelbar bevor. In seinem gestern veröffentlichten Börsenprospekt nannte Facebook hierzu ein paar Zahlen: Ein Erlös von 5 Milliarden US-Dollar soll mit dem Börsengang erzielt werden. Sein Verdienst im Vorjahr lag bei etwa einer Milliarde Dollar bei etwa 3,7 Milliarden Dollar Umsatz, wobei Prozent davon auf Werbeeinnahmen zurückzuführen sei. Etwa 845 Millionen aktive Nutzer gab es 2011 bei Facebook. Die Zahl der Mitarbeiter stieg allein im Jahre 2011 um 50 Prozent auf 3200.

In Deutschland werden dagegen in Bezug auf Facebook verstärkt andere Dinge wahrgenommen: So wurde in der letzten Woche die geplante automatische Einführung der Funktion "Facebook Timeline", in Deutschland "Chronik" genannt, stark kritisiert. Diese neue Funktion, die Facebook-Nutzern ermöglicht, ihr Profil als interaktiven Lebenslauf zu präsentieren, soll in den nächsten Wochen bei jedem Nutzer automatisch aktiviert werden. Dann sollen dem Nutzer nur sieben Tage bleiben, sein Profil durchzusehen und zu bearbeiten, bevor es freigeschaltet wird. Zwar soll an den bisherigen Einstellungen zur Privatsphäre nichts geändert werden. Allerdings könnten ältere Beiträge, für die der Zugang nicht beschränkt wurde, nun (ungewollt) eher in den Focus gerückt werden. Hier könnten also Überprüfungen der Privatsphäre-Einstellungen nötig sein. Datenschützer wie der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte Edgar Wagner sehen dies kritisch . Er sagte, Facebook sei für ihn eine Bedrohung. Die neue Chronik hole „Bilder, die auf Facebook längst verschollen waren, aus dem Orkus“.

Noch immer nicht vergessen ist auch die Streitigkeit um den Facebook "Gefällt mir"-Button und die Fanpages in Schleswig Holstein. Auch hier gab es in der letzten Woche wieder neue Entwicklungen: Die Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein hat nach einem Bericht der Lübecker Nachrichten  beim Verwaltungsgericht in Schleswig Klage gegen das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) eingereicht. Dieses hatte aus datenschutzrechtlichen Gründen mit schriftlichen Verfügungen Wirtschaft und Behörden in Schleswig Holstein untersagt, den "Gefällt mir"-Button und die Fanpages weiterhin zu verwenden. Hier sind sich zumindest alle Beteiligten in einem einig: es sei gut, dass der Streit von einem Gericht geklärt und für die privaten und gewerblichen Facebook-Nutzer endlich Klarheit geschaffen werde.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner  mahnte übrigens anlässlich des geplanten Börsengangs von Facebook nochmals an, das Unternehmen müsse als börsennotiertes Unternehmen umso mehr den Anspruch erfüllen, sich an Recht und Gesetz zu halten. Facebook habe bisher schon viele Datenschutzverbesserungen angekündigt, aber nur Weniges eingelöst.

Große Bedeutung hat in diesem Zusammenhang auch der Vorschlag der Europäischen Kommission  für eine neue Europäische Verordnung zum Datenschutz. Diese enthält einige Regelungen, die stark soziale Netzwerke betreffen dürften, wie etwas das sogenannte Recht auf Vergessen, das den Nutzer berechtigen soll, die Löschung von personenbezogenen Daten zu verlangen, die ihn betreffen, sofern keine legitimen Gründe für die Speicherung bestehen. Es bleibt also spannend, zu beobachten, ob und wie Facebook auf den verstärkten "Gegenwind" in Sachen Datenschutz aus Europa reagieren wird.

Stephanie SchmidtPermalinkKommentare 0
Tags: facebook, börse, timeline, chronik, gefällt mir, fanpages, uld, aigner
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