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Facebook - unaufhaltsam?

Verfasst am 02.02.2012 von Stephanie Schmidt


Gestern erfuhr die Welt das Neuste in Sachen Facebook: Der Börsengang steht unmittelbar bevor. In seinem gestern veröffentlichten Börsenprospekt nannte Facebook hierzu ein paar Zahlen: Ein Erlös von 5 Milliarden US-Dollar soll mit dem Börsengang erzielt werden. Sein Verdienst im Vorjahr lag bei etwa einer Milliarde Dollar bei etwa 3,7 Milliarden Dollar Umsatz, wobei Prozent davon auf Werbeeinnahmen zurückzuführen sei. Etwa 845 Millionen aktive Nutzer gab es 2011 bei Facebook. Die Zahl der Mitarbeiter stieg allein im Jahre 2011 um 50 Prozent auf 3200.

In Deutschland werden dagegen in Bezug auf Facebook verstärkt andere Dinge wahrgenommen: So wurde in der letzten Woche die geplante automatische Einführung der Funktion "Facebook Timeline", in Deutschland "Chronik" genannt, stark kritisiert. Diese neue Funktion, die Facebook-Nutzern ermöglicht, ihr Profil als interaktiven Lebenslauf zu präsentieren, soll in den nächsten Wochen bei jedem Nutzer automatisch aktiviert werden. Dann sollen dem Nutzer nur sieben Tage bleiben, sein Profil durchzusehen und zu bearbeiten, bevor es freigeschaltet wird. Zwar soll an den bisherigen Einstellungen zur Privatsphäre nichts geändert werden. Allerdings könnten ältere Beiträge, für die der Zugang nicht beschränkt wurde, nun (ungewollt) eher in den Focus gerückt werden. Hier könnten also Überprüfungen der Privatsphäre-Einstellungen nötig sein. Datenschützer wie der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte Edgar Wagner sehen dies kritisch . Er sagte, Facebook sei für ihn eine Bedrohung. Die neue Chronik hole „Bilder, die auf Facebook längst verschollen waren, aus dem Orkus“.

Noch immer nicht vergessen ist auch die Streitigkeit um den Facebook "Gefällt mir"-Button und die Fanpages in Schleswig Holstein. Auch hier gab es in der letzten Woche wieder neue Entwicklungen: Die Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein hat nach einem Bericht der Lübecker Nachrichten  beim Verwaltungsgericht in Schleswig Klage gegen das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) eingereicht. Dieses hatte aus datenschutzrechtlichen Gründen mit schriftlichen Verfügungen Wirtschaft und Behörden in Schleswig Holstein untersagt, den "Gefällt mir"-Button und die Fanpages weiterhin zu verwenden. Hier sind sich zumindest alle Beteiligten in einem einig: es sei gut, dass der Streit von einem Gericht geklärt und für die privaten und gewerblichen Facebook-Nutzer endlich Klarheit geschaffen werde.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner  mahnte übrigens anlässlich des geplanten Börsengangs von Facebook nochmals an, das Unternehmen müsse als börsennotiertes Unternehmen umso mehr den Anspruch erfüllen, sich an Recht und Gesetz zu halten. Facebook habe bisher schon viele Datenschutzverbesserungen angekündigt, aber nur Weniges eingelöst.

Große Bedeutung hat in diesem Zusammenhang auch der Vorschlag der Europäischen Kommission  für eine neue Europäische Verordnung zum Datenschutz. Diese enthält einige Regelungen, die stark soziale Netzwerke betreffen dürften, wie etwas das sogenannte Recht auf Vergessen, das den Nutzer berechtigen soll, die Löschung von personenbezogenen Daten zu verlangen, die ihn betreffen, sofern keine legitimen Gründe für die Speicherung bestehen. Es bleibt also spannend, zu beobachten, ob und wie Facebook auf den verstärkten "Gegenwind" in Sachen Datenschutz aus Europa reagieren wird.

Stephanie SchmidtPermalinkKommentare 0
Tags: facebook, börse, timeline, chronik, gefällt mir, fanpages, uld, aigner
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Googles Like-Button

verfasst am 25.01.2012 von Ingmar Böckmann


Google hat bekanntgegeben die Datenschutzerklärungen seiner Dienste zusammenzulegen und damit dienstübergreifend Daten nutzbar machen zu wollen. Wundern tut mich eigentlich nur das Google die Daten bisher wohl nicht dienstübergreifend genutzt hat.
Natürlich gibt es dafür auch eine einfache Erklärung: "Das Google-Erlebnis soll einfacher und intuitiver werden"
Ganz nebenbei ermöglicht die dienstübergreifende Datennutzung allerdings auch ein ganz neues Tracking-Erlebnis für Google. Sozusagen ein Google Like-Button (nur ohne Button...).

Ich kann mir kaum vorstellen das der Aufschrei deutscher Datenschützer ausbleiben wird. Allerdings werden sie sich diesmal kaum so "schnell" abschütteln lassen wie bei Facebooks Like-Button. Die Möglichkeiten, welche sich durch diese Maßnahme für Google bieten sind einfach zu umfänglich. Betrachtet man noch die in diesem Jahr von Google geplanten neuen Dienste, so steht Google wohl ein Jahr mit viel Gegenwind aus Schleswig Holstein bevor.

Ingmar BöckmannPermalinkKommentare 0
Tags: uld, google, facebook, datenschutzerklärung
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09.11.2011
19:08

ULD, Facebook und die Staatskanzlei - der Ton wird schärfer

Verfasst von Stephanie Schmidt am 09.11.2011


Am vergangenen Freitag zog das ULD in einer Pressemeldung eine erste Bilanz über das Ergebnis seiner bisherigen Aktivitäten gegen den Facebook "Gefällt mir"-Button und die Facebook Fanpages. Der Erfolg sei bisher mäßig, so das ULD enttäuscht: Von fünfzehn angeschriebenen Stellen hätte bisher eine einzige seine Fanpage deaktiviert. Zudem seien beim ULD insgesamt nur sechs Stellungnahmen eingegangen, davon einige verspätet, einige ohne inhaltliche Substanz.

Erfreulich ist, wie das ULD hier im Detail seine Vorgehensweise und den laufenden Austausch mit Facebook offenlegt. Dennoch verstärkt sich auch in dieser Pressemeldung der Eindruck eines öffentlich ausgetragenen Muskelspiels zwischen dem ULD und der Staatskanzlei Schleswig-Holstein, sowie der Industrie- und Handelskammer (IHK). So wurden die jeweiligen Beanstandungsverfügungen mitsamt der Pressemeldung veröffentlicht. Auch die Äußerungen von Dr. Thilo Weichert in der Pressemeldung lassen vermuten, dass es hier weniger um die Sache geht, als vielmehr um einen öffentlichen politischen Machtkampf. So führte dieser aus: "Die Botschaft des bisherigen Verfahrens ist, dass private wie öffentliche Stellen anscheinend die Aufgabenwahrnehmung durch das ULD und die vom ULD festgestellten Datenschutzverstöße nicht ernst nehmen. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leisteten die Staatskanzlei und die IHK, die mit ihrer Haltung öffentliche wie private Stellen zum „zivilen Ungehorsam“ ermutigten. Staatskanzlei und IHK sollten sich nicht feige wegducken; sie sollten jetzt zumindest dem Gesprächsangebot des ULD folgen, das auf eine schnelle und hinsichtlich des Verfahrens einvernehmliche gerichtliche Klärung hinausläuft." Er verweist hierzu auf die Möglichkeit für die IHK und die Staatskanzlei, eine schnelle gerichtliche Klärung vor dem Verwaltungsgericht Schleswig im Rahmen einer Feststellungsklage zu erwirken.

Sehr bedauerlich, dass diese rechtlich vollkommen unsichere Situation für gewerbliche und private Anbieter von Internetseiten für einen solchen öffentlichen Machtpoker genutzt wird.

Zur Pressemitteilung des ULD:

https://www.datenschutzzentrum.de/presse/20111104-facebook-abmahnungen.htm


Stephanie SchmidtPermalinkKommentare 0
Tags: datenschutz, uld, facebook, social-plugins
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