Zur Zeit wird gefiltert nach: second screen
Filter zurücksetzen

Second Screen + Kauf auf Rechnung = Erfolg.

Ein Exklusivbeitrag im Rahmen des etailment Summit 2.013 von Stefan Thorsch, Mitglied der Geschäftsleitung arvato infoscore

Second Screen – als dieser Begriff aufkam, habe ich ihn belächelt, muss ich sagen. Aber das Phänomen, dass sich hinter diesem Anglizismus verbirgt, stimmt: ich erwische mich immer wieder, wenn ich nach Feierabend tatsächlich mal auf dem Sofa liege, dass ich nicht nur Fernsehen schaue, sondern gleichzeitig via Tablet im Internet unterwegs bin – meine Frau ebenso.

Ich erkundige mich nach den neusten Mountainbike-Trends und meine Frau (ich möchte an dieser Stelle keine Klischees aufwärmen - aber sie tut es wirklich) shoppt. Nach meinen Beobachtungen begünstigt nicht nur der Trend des Second Screen die Umsatzsteigerung im Internethandel, sondern auch  - wer hätte das gedacht - der gute alte KAUF AUF RECHNUNG! Immer wieder wird meine Frau bei der Wahl der Zahlungsart unsicher („ …Rechnung geht nicht, meinst Du, ich soll hier mit Kreditkarte bezahlen? – „Nö!“). In etwa der Hälfte  der Fälle bricht meine Frau den Kaufvorgang ab, weil kein „Kauf auf Rechnung“ angeboten wird und ihr andere Zahlungsarten nicht zusagen – bei mir ist das im Übrigen nicht anders.

Tatsächlich ist es so, dass Onlinehändler die Kaufabbruchquote um rund 80 Prozent senken können, wenn sie „Kauf auf Rechnung“ als Option anbieten – so eine Studie der Uni Regensburg. Der Einfluss angebotener Zahlarten auf die Kaufabschlussrate eines Shops ist offensichtlich erheblich. Nachteil: beim Kauf auf Rechnung steigt für den Händler die Gefahr des Ausfallrisikos; kurz: er muss Angst haben, dass er an sein Geld kommt.

An dieser Stelle verbinde ich nun Privates und Geschäftliches: so gut ich auch die Bonität meiner Frau einschätzen und beurteilen kann, aber: ein effektives Risiko- und Debitorenmanagement ist gerade für Onlinehändler unumgänglich! - Das weiß ich aus meiner Tätigkeit bei arvato Infoscore als Verantwortlicher für Trust‘n Pay.

Drei Punkte sollten Onlinehändlern wichtig sein:

·       Angebot von Rechnungskauf im eigenen Namen.
Das schafft zusätzliches Vertrauen in den Online-Shop.

·       Zuerst alle Bestellanfragen prüfen und dann erst die Zahlarten anbieten!
So umgehen sie negative Rückmeldungen im Zuge negativer Bonitätsprüfungen, die häufig unmittelbare Kaufabbrüche nach sich ziehen.

·       Möglichst vielen Kunden den Kauf auf offene Rechnung anbieten,  da er nach wie vor die beliebteste und sicherste Zahlart ist.

Letzter Punkt geht natürlich nur, wenn der Händler die Ausfall- und Betrugsrisiken beherrscht oder die Gefahr des Ausfallrisikos  vollständig an Trust’n Pay überträgt. Hier bekommt er ein exzellentes Risiko- und Betrugsmanagement und kann in Kombination mit einem einfachen Checkoutprozess   gut und gerne eine Steigerung von 20 bis 40 Prozent des Internetumsatzes erzielen.  

Auf der etailment 2013 präsentieren wir unsere Lösungen in Hangar 6; Stand B.09,  wo ich gerne meine weiteren Erkenntnisse mit dem Phänomen Second Screen teile, vielleicht haben Sie aber auch meinen Vortrag am 6. November um 12 Uhr auf der Best-Practice Stage gesehen und wollen die Thematik noch einmal vertiefen.    

Christin SchmidtPermalinkKommentare 0
Tags: arvato infoscore, etailment summit 2.013, second screen, kauf auf rechnung
Views: 356

Zurück

Second Screen, Digital Signage: Technik allein ist kein Erfolgsgarant

verfasst von Martin Groß-Albenhausen am 18.2.2013
Toyota testet die Verknüpfung von Werbung und Smart-Devices via Sounderkennung. Leider noch ohne erkennbares Konzept.

Ich warte immer noch darauf, dass die David Ogilvy zugeschriebene Deadline „In ten years all marketing will be direct“ endlich wahr wird. Das ist so ein Zitat, das alle fünf bis zehn Sommer herausgeholt wird, ohne dass die Anzahl der Jahre bis zum Eintritt des seligen Zustands sich ändert. Zuletzt übrigens 2011, also zwölf Jahre nach David Ogilvys Tod.

Dieser sanfte Spott darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich in den vergangenen 15 Jahren viel getan hat, um jegliche Werbung direkter zu machen. Dadurch, dass mit dem Internet als Rückfallschicht eine permanent für alle zugängliche „Adresse“ besteht. Zwar ist eine URL auf einem Plakat kein Direct Marketing - dafür braucht es ein Angebot, eine Handlungsaufforderung, eine Weiterführung auf der Ziel-URL etc. Aber parallel entstehen mit Smartphones und QR-Codes weitere Geräte, die den Werbeimpuls rascher mit messbarem Werbeerfolg verbinden.

Außerdem sind mächtige Mess-Systeme entstanden, um die mittelbaren Effekte von breitstreuender Werbung auf das Performance Marketing zu messen: Die Customer Journey Analyse.

Jetzt gibt es zwei neue Ansätze, Werbung „direkter“ zu machen.

  • Toyota hat in Deutschland seinen ersten TV-Spot mit Second Screen-Einbindung gestartet. Dabei greift das Unternehmen auf die mittlerweile auf den meisten Smartphones installierte Software-App „Shazam“ zurück. Wer diese währende des Sendevorgangs aktiviert, wird zu einem passenden Informationsangebot geleitet. Nichts anderes als ein QR-Code? Stimmt – die Agentur hat leider weder ein Angebot noch eine vernünftige Weiterführung der Shazam-Nutzer hinterlegt. Schade. Potentiell könnte diese Technologie permanent im Hintergrund laufen und jede Sendung mit passenden Produkten verbinden.

  • Das Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD hat eine Technologie entwickelt, mit der Digital Signage sich auf den Betrachter vor dem virtuellen Plakat einstellt und so die Werbeinhalte personalisiert. Erstmals wurde sie schon 2011 präsentiert und seitdem weiterentwickelt. Eine Lösung, die für viele Geschäfte interessant ist – nicht nur Monobrands, sondern gerade auch Multimarken-Geschäfte. Personalisierung ist seit je ein großer Hebel im Direct Marketing und wird so für Außenwerbung immer besser nachbildbar. Wobei Personalisierung hier eher meint, dass sich die Werbung dem Betrachter anpasst, quasi Form und Farbe und vielleicht auch den Inhalt selbst, die „Textur“, verändert. Fraunhofer IGD nennt die Technologie nicht umsonst „ChameleoAD“.

Wir beim bvh betrachten den Interaktiven Handel nicht nur durch die Brille des reinen E-Commerce, sondern des „Cross-Channel“, also der wechselseitigen Befruchtung, Beschleunigung und vor allem auch Veränderung der offline und online Werbekonzepte durch das Internet. Insofern ist es spannend für uns, welche Prozesse für die intelligente Nutzung solcher neuen Technologien im Handel entstehen müssen und werden. Und welche Regeln gelten.

Bei Toyota und anderen, vor allem US-amerikanischen Experimenten mit Second Screen hat man z.B. rasch gelernt, dass die TV-Spots nicht zu kurz sein dürfen. Der Prozess beim Kunden läuft so ab:

  1. Wahrnehmung der Werbung (offline)
  2. Wahrnehmung des Themas der Werbung (offline)
  3. Interesse am Thema (offline)
  4. Wahrnehmung des Shazam-Buttons (offline)
  5. Sofern vorhanden, Wahrnehmung des Call to Action, ggf. trotz der Text-Bild-Schere (offline)
  6. Start des mobilen Devices (offline, online)
  7. Start der Shazam App (online)
  8. Technologisch bedingter Zeitraum, bis Shazam den Spot identifiziert (offline, online)
  9. Laden der zugehörigen Anwendung im Smartphone (online, konkurrierende alternative offline Inhalte).

 Das allein zeigt schon, dass eine Mindestlänge für TV-Spots nötig ist, und dass es sich um extrem „schnelle“ Werbung handeln muss – schnell in dem Sinne, dass der Call to Action und der Mehrwert sehr früh und auffällig kommuniziert werden müssen. Das wiederum bedeutet eine ganz eigene Dramaturgie solcher Spots. Es bedeutet, dass wirklich ein Mehrwert geboten werden muss. Es braucht eine logische und starke Anwendung, um den Nutzer aus seinem rezeptiven TV-Umfeld zumindest zeitweilig herauszuholen. Oder aber es braucht dann vernünftige Methoden, um das Interesse zu speichern und später wieder daran zu erinnern.

Genauso bei ChameleoAD: Es braucht einen Händler, um aus den Erkenntnissen über die maximal mögliche Zielgenauigkeit ein Angebots-Konzept zu entwickeln. Die Technik an sich irritiert sonst vor allem - auch die technikaffinen Betrachter.

Und schon sind wir wirklich bei Direct Marketing. Bei allen diesen Prozessen ist noch nicht einmal über den Commerce-Aspekt gesprochen worden, also welche Angebote dann wirklich auch profitabele Umsätze erzielen, in Form von direkter Conversion. Aber das ist das schöne am Direct Marketing, ob nun klassisch oder als Performance Marketing: Man kann das ja von A bis Z durchtesten.

Über solche Konzepte des Second Screen, und über solche neuen Ansätze der digitalen Werbung am POS oder im Straßenbild, werden wir auf der bvh 2.013 sehr praxisnah diskutieren. Bis zum 28.2.2013 gilt noch der Frühbucherrabatt ab 99 Euro. Rasch anmelden – es lohnt sich!

Martin Gross-AlbenhausenPermalinkKommentare 0
Tags: second screen, digital signage, shazam, werbung, tv-spots, performance marketing
Views: 793

Zurück

Anmelden

Passwort vergessen.

registrieren

« November 2013»
Mo Di Mi Do Fr Sa So
        1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30  

Letzte Kommentare

AddThis
11.11.2013 23:15
Externe Anbieter wie AddThis
08.11.2013 12:43
Empehlungs-E-Mails
04.11.2013 15:50
Empehlungs-E-Mails
01.11.2013 11:10

Blog rolls

  • Handelskraft
  • kassenzone.dekassenzone.de
  • EtailmentEtailment
  • shopbetreiber-blog.deshopbetreiber-blog.de
  • Exciting CommerceExciting Commerce

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS Reader

RSS 0.91Posts
RSS 2.0Posts

Meist gelesene Posts

Weihnachtszeit ist DDoS-Zeit
13540 Mal angesehen
21.10.2011 18:39
The A-Z of e-Commerce Death Stars
13055 Mal angesehen
03.01.2013 14:47
Herzlich willkommen Martin Groß-Albenhausen! Ciao Sabine!
12304 Mal angesehen
30.08.2011 15:16
Unser bvh-Blog startet
11622 Mal angesehen
25.08.2011 12:02