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Das Tablet kommt. So sicher wie die grauen Haare

verfasst von Martin Groß-Albenhausen am 29. August 2012


Anderswo wird heftig über die Zukunft und die Bedeutung des Mobile Commerce gestritten. Derzeit sei es nur ein Thema zur Profilierung, aber faktisch in der aktuellen Nutzung weniger bedeutend als das Internet im Jahr 2000. Wogegen einige Dienstleister wie Shopgate Nutzungsfakten stellen.

Von unseren Mitgliedern wissen wir: Mobile Commerce auf dem Smartphone ist derzeit einen Quantité négligeable - jedenfalls im Vergleich mit den Zukunftsperspektiven. Mobile Commerce auf dem iPad wächst hingegen (gemessen an der Verbreitung der Geräte) durchaus beachtlich.

Ein kurzer Sprung zurück auf der Zeitachse. In England (von unserem Partnerverband IMRG intensiv beobachtet) hat sich E-Commerce auf breiter Front durchgesetzt, sobald DSL-Geschwindigkeiten flächendeckend verfügbar waren. Gestern wiederum hat die Zeitschrift CHIP in den Mobilfunknetzen schwere Lücken und Unzulänglichkeiten speziell beim schnellen Datenverkehr analysiert.

Zurück in die Zukunft. So berichtet der Tagesspiegel heute von einem gemeinsamen Projekt von Siemens und Telekom, das ein umfassendes digitales Lebensumfeld für Senioren entwickelt hat. Weder nerdig noch geekig, einfach nur, um ihnen die Selbständigkeit länger möglich zu machen. Ein digitales Ökosystem, das die Gesundheit überwacht, aber auch die Haushaltssteuerung per Tablet oder Smartphone ermöglicht, bis hin zur Bestellung von Medikamenten via App oder Internet. (Dass die Apotheker-Lobby derzeit noch immer Hürden auf den Weg legt, ficht die Zeitläufte nicht an.)

Und die Senioren? Erobern die neuen Geräte.

Potsdamer Rentner wie Sigrid Gorn machten im Rahmen einer klinischen Studie der Charité den Praxistest. „Ich kam mit der Technik sehr gut klar“, sagt die rüstige Rentnerin, die auch mit 82 Jahren in ihrer Freizeit noch anderen bei der Lohnsteuer hilft."

Auch das ist "nur ein Profilierungsthema" - denn die Finanzierung des digitalen Ökosystems muss mit immer schmaleren Renten gelingen. Sicher aber ist: Mobile Commerce wird sich entfalten, weil sich das Internet immer stärker in die Objekte und Umwelt verlagert. Damit werden Smartphones nicht zu Abbildungsflächen des stationären Internet (also des Webshops), sondern zu Bediengeräten des "Distributed Web". Meine Haare werden noch etwas grauer, aber erleben werde ich es noch!

Und der bvh? Wir informieren und fördern solche Initiativen z.B. auf der Herbsttagung der BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen) am 23.-24.10.2012 in Bonn.

Martin Gross-AlbenhausenPermalinkKommentare 0
Tags: senioren, internet, tablet, smartphone, mobile web
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World Wide Web - think local!

verfasst am 31.07.2012 von Christoph Wenk-Fischer

Natürlich: Das Internet ist an sich grenzenlos. E-Commerce ist das grenzüberschreitende Geschäft par excellence und finanzkräftige Player wie die Otto Group zieht es z.B. nach Brasilien. Darüber sollte aber eines nicht vergessen werden: Online-Handel bietet auch lokal ganz hervorragende Möglichkeiten.

Wenn ich beispielsweise als eingeführter ortsansässiger Händler mit am Ort bekanntem Stationärgeschäft eine "Regalverlängerung" oder überhaupt den Weg ins Netz wagen möchte; warum sollte ich das gleich mit der Perspektive eines Deutschland weiten Service tun. Natürlich, weil ich es theoretisch dank hervorragender Dienstleister, vor allem im Logistikbereich tun kann. Aber im nationalen Wettbewerb müsste ich mich dann ja auch mit der ganzen nationalen Konkurrenz messen. Dazu hätte ich erhebliche Mittel in Suchmaschinenoptimierung und Keyword-Advertising zu stecken um im bundesweiten oder gar internationalen Wettbewerb ganz oben in der Suchliste mitzuspielen.

Andererseits zahle ich doch schon eine entsprechende Miete für mein Stationärgeschäft und habe erhebliche Personalkosten für mein hervorragendes, qualifiziertes und freundliches Personal. Ich habe mir doch bereits lokale Bekanntheit und genau dort, wo man mich kennt, einen hervorragende Ruf aufgebaut.

Hinzu kommt, dass ein nationales Geschäft wohl leicht meine derzeitigen Kapazitäten sprengt, ich mich auf ganz neue Geschäftsprozesse einstellen müsste, immer also ein erhebliches Investment gefordert wäre, um ins E-Business einzusteigen.

Da ist es doch naheliegend, eine Website aufzubauen, die ganz explizit nur den lokalen Service anbietet. Spezielle lokale Lieferdienste wie z.B. tiramizoo.com holen bestellte Ware direkt im Laden ab und können binnen ein bis zwei Stunden oder zum Fixzeitpunkt vor Ort ausliefern und abholen - auch Retouren. In meinem vorhandenen Lager oder im Laden selbst kann ich die Ware in publikumsschwächeren Phasen konfektionieren lassen und habe zudem die Möglichkeit sehr individueller, personalisierter Verpackung. Und ausbauen kann ich ja immer noch, wenn es gut läuft. Wenn das alles gut gelingt, habe ich die Möglichkeit über Social Media und Referenzen Kundenbindung zu fördern, so dass mein Stationärgeschäft wiederum davon profitiert und ich meine Kunden auch ganz real an den Point of Sale bekomme.  

Natürlich: Die Idee ist überhaupt nicht neu, der Slogan "Think local!", lohnt immer wieder in Erinnerung gerufen zu werden. Es gibt schöne Beispiele für genau diesen lokalen Ansatz - vor allem aber als Plattformen. Seien es in Hamburg das Projekt Schanzenport, das mit Unterstützung durch unseren Partner Hamburg@Work realisiert wurde oder ein Start Up wie luxodo.de, das lokale Luxus- und Markenshops einbindet. So sagt dessen Gründer Mathias von Bredow im "meedia-Interview":  "Das Marktplatz-Prinzip ist nicht neu, aber ich habe es bewusst auf den Luxusmarkt übertragen. Hier wird die meiste Ware auch in Zukunft über ausgewählte Multibrand Stores verkauft, da macht ein Marktplatzanbieter für deren Onlinehandel viel Sinn." Auch für Einzelanbieter gibt es bereits Beispiele - bisher aber vor allem aus dem Lebensmittelbereich.

Ich persönlich wünsche mir viel mehr Vielfalt in dieser Hinsicht.

Christoph Wenk-FischerPermalinkKommentare 0
Tags: lokales internet
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Are we O.P.E.N.?

von Martin Gross-Albenhausen
Kelly Mooney, The OPEN Brand


In der Vorbereitung eines Vortrages bei unseren bvh-Junioren bin ich auf ein Konzept zurückgekommen, das die amerikanische Beraterin Kelly Mooney vor drei Jahren beim Global E-Commerce Summit der EMOTA in Amsterdam vorgestellt hat. In ihrem Vortrag ging es um „Open Brands“.

O.P.E.N. steht für die vierfache Herausforderung, der sich Marken wie Händler in allen ihren Geschäftsprinzipien stellen müssen:

O - Online
P - Personal
E - Engaging
N - Networked

Kelly Mooney spricht in ihrem Buch über die Entwicklung des Kunden zu einem immer stärker involvierten Teilnehmer im Kaufprozess. Von einem eher passiven Konsumenten, den wir mit exzellentem Google- und klassischen Katalog-Management erreichen, hin zu einem Co-Creator und Co-Promoter.

Drei Jahre sind im Internet eine Ewigkeit. Das O.P.E.N.-Framework scheint mir aber noch immer gültig. Mehr noch - es bietet heute die Chance, auch klassische Ansätze und Wertschöpfungsstufen zu hinterfragen. Das kann das Callcenter sein, der Katalog, aber auch die Logistik.

  • Wie stark reflektiert der gedruckte Katalog die immer stärkere Teilhabe der Kunden am Produkt (durch Bewertungen, Kommentare, Fotos?).

  • Ist eine „anonyme“ Organisation im Kundenservice noch richtig - oder kann es für bestimmte Zielgruppen besser sein, „ihren persönlichen“ Ansprechpartner auf verschiedenen Kanälen zu erreichen? („Ihr könnt mich auch auf Twitter erreichen!“)

  • Möbelkonzepte wie MyFab machen aus der Produktion und Logistik ein Erlebnis, weil der Kunde den Standort seines Paketes visuell erlebt. Der Erfolg einer App wie „MyTaxi“ beruht auch darauf, dass der Nutzer nicht einfach nur ein Taxi ordert, sondern seine Anfahrt verfolgen kann. Er kann seine Aktivitäten, seine Zeitplanung danach ausrichten!

Auf der bvh 2.012 hat Adam Greenfield die Vision des „Internet of Things“ mit der „twitternden Tower-Bridge“ verdeutlicht. Bei allen berechtigten Fragen, die ihm nach seinem Vortrag bei uns vom SPIEGEL gestellt wurden, bleibt doch die Erkenntnis: Unsere Welt wird durch die Technologie und Datenströme „o.p.e.n.“.

Für Sie heißt das: Dem Geschäft durchgängig eine Basis im Internet zu geben, jeden Prozessknoten im Kundensinn zu personalisieren, dadurch eine überzeugende (Katalog-, Service-, Produkt-)Geschichte zu erzählen und über diese ein Netzwerk von „Prosumern“ statt reinen Konsumenten zu knüpfen - das kann Fokus und Motor Ihrer Veränderungsstrategie werden.

 

Martin Gross-AlbenhausenPermalinkKommentare 0
Tags: internet, prozessmanagement, change
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