Trink `ne Coke® mit ... chocri

verfasst am 19.07.2013 von Christin Schmidt

Dass hinter personalisierten Produkten vielfach Erfolgsmodelle stecken, ist nicht ungewöhnlich, denn welcher Kunde verleiht nicht gerne einem Produkt seine ganz persönliche Note. Sei es durch das Design oder aber auch den persönlich angepassten Inhalt. Beides ist für den kreativen Kopf spannend und birgt viel Potential für das Produkt und den Anbieter, der dahinter steht.

Gerade im Bereich Lebensmittel und Food-Lifestyleprodukte funktioniert das Konzept der „Personalisation“ besonders gut. Zum einen, weil Food eine breite Zahl von Konsumenten anspricht und Essen mit Genuss und dem eigenen ganz persönlichen Geschmack zu tun hat. Zum anderen, weil gerade in diesem Bereich personalisierte Produkte erschwinglich sind und ein Verbraucher eher dazu neigt, etwas Neues auszuprobieren, wenn der Preis überschaubar ist.

Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten Konzepte, z.B. selbst zusammengestellte und frisch gebackene Cookies von Knusperreich, zusammengemixtes Müsli von mymuesli oder aber auch zusammengestellte Schokolade von chocri.

Seit Mai diesen Jahres macht sich nun ein Konzern daran, sein Produkt zumindest im Sachen Design von Kundenseite etwas zu verjüngen – und schlägt mit seiner Marketingkampagne große Wellen.

Die Rede ist von Coca Cola®. Zum ersten Mal in seiner Unternehmensgeschichte wird der Schriftzug mit dem 100%igen Wiedererkennungswert von den Flaschen entfernt und kann nun durch Namen und Kosewörter ersetzt werden. Unter dem Motto "Trink ne Coke® mit Deinen Freunden" soll besonders die junge Zielgruppe dazu animiert werden, die Flaschen zu personalisieren und an Freunde und Familie zu verschenken. Insgesamt soll das Projekt bis 03. Oktober 2013 andauen und wird in 23 europäischen Ländern gleichzeitig durchgeführt.

Die Aktion ist in Deutschland ausgesprochen gut angenommen worden, vor allem weil Deutschland das einzige Land ist, in dem der Kunde den Namen über eine Website selbst definieren und nicht nur vorgefertigte Flaschen kaufen kann. So erzeugen die veränderten Schriftzüge der Cola-Flaschen nicht nur im Supermarkt Aufsehen, sondern auch vorallem  durch die Website http://www.coke.de/, auf der man seine eigene Coke® kreieren kann.

Ein Grund mehr, das Ganze einmal auszuprobieren... Am gestrigen Tag habe ich dann meine ersten Flaschen selbst gestaltet. Ganz unkompliziert und schnell über die Eingabe des Namens auf der abgebildeten Cola-Flasche auf der Homepage. Es erfolgte im Anschluss eine Weiterleitung auf https://www.meinecoke.de/, wo die Bestellabwicklung dann durchgeführt wurde.

Begeistert hat mich dabei aber noch eine ganz andere Tatsache, denn Coca-Cola® hat sich als Partner zur Umsetzung für den deutschen Webshop und den gesamten Verkaufsprozess keinen geringeren Partner als den Berliner Versender chocri gesucht. Die chocri-Geschäftsführer Franz Duge und Michael Bruck, welche seit 2008 erfolgreich selbst zusammengestellte Schokolade anbieten, sind „alte Hasen“ bei personalisierten Lebensmitteln und setzten nun das Coke-Konzept bis zum Herbst für die deutschen Kunden um. 

Christin SchmidtPermalinkKommentare 0
Tags: coke, trink `ne coke mit freunden, chocri, michael bruck, franz duge, knusperreich, mymuesli
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Oliver Beste, Tollabox: Die Dynamik nicht unterschätzen

Ein Beitrag von Olaf Kolbrück

Mit freundlicher Genehmigung von etailment 

Selten hat ein Start-up schon in der Gründungsphase so viel Vorschuss-Lorbeeren erhalten, selten hat ein Projekt auf einer Crowdfunding-Plattform wie Seedmatch so schnell Geld eingesammelt. Kein Wunder: Tollabox überzeugt nicht nur mit einem pädagogisch unterfütterten "Spielzeug im Abo"-Konzept, sondern  Macher von Tollabox ist Oliver Beste, der schon als Mitgründer des Online-Shops myToys überzeugte. Mit ihm sprach etailment über die Vorteile des Crowdfunding und wie sich die Rahmenbedingungen für Gründer verändert haben.

 

Für Tollabox haben Sie Crowdfunding genutzt. Bei Ihrer Reputation hätten Ihnen sicherlich auch andere Türen offengestanden. Was sprach also dafür? 


Oliver Beste: Die Crowdfunding-Finanzierung besteht aus Darlehen statt Firmenanteilen -  uns verbleibt die unternehmerische Führung ohne die Mitsprachebedingungen von Risikokapitalgebern.

Welche Hilfe ist die Crowd für die weitere Vermarktung eines Start-ups?

Oliver Beste: Wir haben 599 Investoren gewonnen von denen viele die Tollabox weiterempfehlen. Außerdem generiert Crowdfunding heutzutage noch Presseaufmerksamkeit, für die jedes Start-up dankbar ist.

Der Funding-Erfolg war ziemlich beeindruckend. Was haben Sie richtig gemacht? 

Oliver Beste: Crowdinvestoren stellen kritische Fragen und haben immer mehr Auswahl, das heißt, die Geschäftsmodelle müssen nicht nur gute Erfolgschancen aufweisen, sondern überzeugend erklärt sein. Außerdem ist die Investitionsdynamik nicht zu unterschätzen. Wenn nicht genügend Investoren zuschlagen, halten sich viele andere zurück. Wir haben am Anfang eine ganze Reihe Investoren aus dem Bekanntenkreis aktivieren können.

Dann kann jetzt eigentlich nichts mehr schiefgehen? 

Oliver Beste: Gründer können immer scheitern, sonst würde es jeder wagen. Tollabox benötigt rund 3 Mio. Euro Kapital bis zum geplanten Breakeven und muss noch viele Geschäftsherausforderungen meistern. Zum Glück haben wir viel Erfahrung wie das gelingen kann. Mit den Crowdinvestoren im Rücken sind die Chancen auf Erfolg noch einmal zusätzlich gestiegen.

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?


Oliver Beste:
 Die Gewinnung einer großen Zahl treuer Kunden. Das erfordert ein tolles Produkt und günstige Marketingkanäle.Sie haben mittlerweile ein gutes Dutzend Unternehmen gegründet. Darunter Mytoys.

Wie haben sich die Anforderungen an Gründer seitdem verändert?

Oliver Beste: Gründen in der Internetwelt wird günstiger und steht immer mehr mutigen Menschen offen. Was man früher teuer herstellen musste, kann man heute oft günstig mieten und outsourcen: Einen Internet-Shop von Magento, Server-Kapazität von Amazon, günstige Werbung zum Testen der Nachfrage von Google und diverse Dienstleistungen von Buchhaltung bis Telefonbeantwortung.

Oliver Beste ist auch Gastredner beim etailment-Summit im November in Berlin.

Ingmar BöckmannPermalinkKommentare 0
Tags: etailment, tollabox, startup
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Webinar: "Der Preis ist heiß" - Zur Zulässigkeit von Hersteller-Beschränkungen im Online-Handel

Verfasst am 17. Juli 2013 von Stephanie Schmidt

Am 2.8.2013 bieten wir gemeinsam mit HÄRTING Rechtsanwälte erneut ein Webinar für unsere Mitglieder und Preferred Businesspartner an. Dabei wird es um die rechtliche Zulässigkeit von Beschränkungen gegenüber Online-Händlern durch Hersteller oder Großhändler gehen.
Die Diskussion ist in den letzten Wochen neu entflammt: Nach den Versuchen des Sportartikelherstellers Adidas, seinen Händlern eine Abkehr von „nicht exklusiven“ Online-Plattformen vorzuschreiben, sind nun ähnliche Pläne verschiedener Outdoorhersteller bekannt geworden. Dies führt zu einer regen Diskussion, welche Vertriebsmaßnahmen Hersteller und Großhändler ihren Händlern untersagen dürfen.
Neben den Verkäufen auf eBay, Amazon und anderen Plattformen steht natürlich die Diskussion um den Preis im Mittelpunkt. Immer wieder versuchen die Hersteller oder von ihnen Beauftragte, Einfluss auf den von den Händlern insbesondere online verlangten Preis zu nehmen. Durch die große Transparenz gerade bei Markenprodukten sehen sich Händler dagegen oft genötigt, von den Preisempfehlungen der Hersteller nach unten abzuweichen.
Auf dem Vormarsch sind Vorgaben der Hersteller für Online-Marketing-Maßnahmen ihrer Händler. Dies kann zum Beispiel Beschränkungen bei der Ausrichtung der Online-Werbung umfassen, bestimmte Werbeumfelder ausschließen oder Vorgaben für das Keyword-Advertising beinhalten.
Bei der Bewertung, ob die Grenze des Zulässigen durch einzelne oder gebündelte Beschränkungen überschritten wurde, bedarf es zwar regelmäßig einer individuellen Betrachtung. Dennoch lässt sich aus dem Zusammenspiel deutscher und europäischer Regelungen Grundsätzliches schlussfolgern.
Das Webinar zeigt überblicksartig auf, welche Beschränkungen rechtlich noch zulässig sind und wo das erlaubte Maß überschritten wird.

Im Webinar angesprochen werden:

  1. Vorgaben für den Preis – Zwischen UVP und Preisdiktat
  2. Beschränkung des Vertriebs über Online-Plattformen – Zulässige Markenpflege oder Einmischung in Händlerbelange?
  3. Vorgaben für das Online-Marketing – Welche Maßnahmen muss der Händler dulden?


Das Webinar wird Dr. Martin Schirmbacher, HÄRTING Rechtsanwälte halten.
bvh-Mitglieder und unsere Preferred Business Partner können sich hier für das Webinar anmelden: https://attendee.gotowebinar.com/register/6731951607783530240

Deutlich ausführlicher werden wir uns mit dem Thema im Rahmen der von bvh, VSV, HÄRTING Rechtsanwälte und Bühlmann Rechtsanwälte AG veranstalteten Events in Zürich am 21.8. und Berlin am 3.9. beschäftigen. Dort wird es nicht nur um die rechtlichen Fragen gehen, sondern konkret aus der Praxis berichtet. Weitere Informationen hier.

Weitere Termine:

·                6.9.: Lebensmittelversand und Jugendschutz

·                11.10.: Spezialthemen beim Textilversand

·                8.11.: Sonderthema B2B-Shops

·                6.12.: Cross Border E-Commerce

Stephanie SchmidtPermalinkKommentare 0
Tags: vertriebsbeschränkungen, online-marketing, vertriebsmaßnahmen
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