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11. Tag der Asienreise - Interview zu China/Japan mit Christian Göwert, Leiter Webshop EMP Merchandising HGmbH

Befragt am 24.04.2013 von Christin Schmidt

Auf unserer Reise haben wir viele E-Commerce-Unternehmen kennen gelernt und besucht. Worin besteht für dich der größte Unterschied zwischen dem E-Commerce in China/Japan und Deutschland?

„Für mich liegt einer der Hauptunterschiede im Business-Modell. Sowohl in Japan, aber insbesondere auch in China, sind die Markplätze das etablierte Modell. Zwar gibt es auch Marken-Shops, diese haben aber keine hohe Relevanz und werden nur von im Markt bekannten (Luxus-) Brands angeboten. Das Modell eBay (C2C) hingegen ist - so wie wir es kennen - in China/Japan weitestgehend unbekannt. Ein weiterer Unterschied, zumindest wenn man sich den chinesischen Markt anschaut, sind ganz sicher die gigantischen Dimensionen, in denen hier gedacht und gehandelt wird. Als Beispiel: Der 11. November ist hier traditionell der "Online-Shopping-Day", an dem alle Online-Marktplätze und -Merchants Promotions und Sales fahren. In 2012 wurde an diesem Tag allein auf TMall ein Umsatz von US$ 2,1 Milliarden erzielt.“

Wo liegt dein persönlicher Fokus bei dieser E-Commerce-Reise?

„Mich interessierte bei dieser Reise besonders der Aspekt der mobilen Nutzung im Alltag - nicht nur speziell der Mobile Commerce, sondern insbesondere, wie sehr sich die Nutzung mobiler Endgeräte in den Alltag integriert. Besonders in China haben viele Menschen das, was wir als "Generation Desktop PC" kennen, übersprungen und kennen das Internet daher oftmals nur über ihre mobilen Geräte. Der Kontext zum Mobile Commerce ergibt sich da schon fast automatisch.“

 

Welche Fakten der gesehenen Unternehmen Yamato YDM und QVC-Japan haben dich besonders begeistert?

„Bei Yamato war es die "gnadenlose" Ausrichtung auf den Kunden. Einer der Unternehmens-Values lautet "We are employees of our customers", und das schwingt hier überall mit. So etwas wie den direkten telefonischen Kontakt zum Fahrer, um den Lieferzeitpunkt abzustimmen würde ich mir als Kunde auch in Deutschland wünschen.

Bei QVC hat mich insbesondere die Professionalität sowie die Einbindung und Nutzung aller Kanäle und Devices beeindruckt. Testimonials mit eigenen Facebook-Kanälen, YouTube, Mobile Devices - QVC ist immer und überall präsent - selbst im Fahrstuhl.“

 

Hier finden Sie weitere Informationen zur EMP Merchandising HGmbH.

 

Christin SchmidtPermalinkKommentare 0
Tags: emp, bvh-asienreise, bvh-e-commercereise, christian göwert
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Next: E-Commerce 3.0 im Modellbau

verfasst von Martin Groß-Albenhausen am 24.4.2013

Hier im How2Trade-Blog stellen wir immer wieder Geschäfte vor, die durch E-Commerce in Frage gestellt werden. Wenn man aber um die Ecke denkt, gibt es auch eine Fülle von Geschäften, die durch E-Commerce neu belebt werden können. Und nicht durch "anflanschen" neuer Funktionalitäten an alte Geschäftsmodelle, wie Peer Steinbrück dies heute auf der Next in Sachen Autowerkstatt fantasiert hat.

Die Modellbauer gehören sicher nicht zu den gefährdeten Spezies. Das Geschäft der Revell, Faller und zahlreichen spezialisierten Hersteller verändert sich allerdings. Konkurrenz aus Asien, die Notwendigkeit, mehr technische Raffinesse und Vernetzung zu liefern, Virtualisierung - das alles hat nicht zum Ende der Branche geführt, sondern eher zu neuen, faszinierenden Angeboten.

Die Spielwarenmesse in Nürnberg hatte das im Frühjahr gespiegelt und auch gezeigt, dass Kreativität und Individualisierung der Produkte hoch im Kurs stehen. Vor diesem Hintergrund sehe ich für die Modellbauer im derzeit gehypten 3D-Druck eine echte Chance. (Immer wieder gute Informationen darüber gibt es bei Hagen Fisbeck im regital-Blog.) Zumal 3D-Druck im weiteren Sinne auch nachhaltiger sein kann als der Kauf von "packaged goods". Erst recht, wenn auch Rohstoffe wie Holz oder Holzmehl eingesetzt werden.

  1. In der ersten Phase könnten die regionalen Vertriebspartner z.B. Ersatzteile einfach, kostengünstig und schon bald mit hoher Wertschöpfung erstellen und verkaufen.
  2. Die Hersteller selbst erschließen sich einen neuen Markt, wenn sie Kunden die Möglichkeit geben, Bauteile zu verändern und bei den Partner sofort oder später am eigenen 3D-Drucker selbst auszuprinten.
  3. Kleinserien sind kein Problem mehr, Risiko wird leichter belohnt.
  4. Wenn die Idee und nicht die Distribution der Engpass ist, entsteht ein Markt für Designer.

Andererseits stehen die Händler und Hersteller vor dem gleichen Problem, das die Buch- und Musikbranche durch "Digital Rights Management" lösen muss. Entweder muss die Weitergabe von printbaren Designs unterbunden werden - oder es braucht Geschäftsmodelle, die die Weitergabe explizit einkalkulieren.

Vor Jahren schon hat mich LEGOs "Design byMe"-Konzept begeistert. Es zeigt aber auch die Grenzen, denn im Januar 2012 musste der Spielzeughersteller das Konzept vom Markt nehmen. Customization - das wissen viele Versender - ist ein Nischenkonzept. Selbst dann, wenn Millionen daran teilnehmen.

Ist 3D-Druck ein Game-Changer? Hat Spreadshirt die Art verändert, wie wir T-Shirts kaufen?

In jedem Fall gibt es dutzende Wertschöpfungsmodelle, die 3D-Druck einsetzen können. Einige habe ich oben skizziert. Andere docken z.B. bei beliebten Online- oder Mobile-Games an wie minecraft. Lego und andere bieten Merchandising-Produkte an. Welcher Engpass könnte hier nicht beseitigt werden!

Bedroht das nicht die Spielwaren-Händler? Es bedroht die Verwalter des Engpasses, aber nicht die, die Chancen ergreifen. Handel verändert sich. Es gibt in Berlin-Steglitz einen Spielwaren-Laden der ohne seinen Webshop nicht überleben könnte. Dort hat er sich nach allen Regeln der Online-Kunst auf ein Kernsortiment konzentriert. Und kann so die Schwächen des "Laufs" ausgleichen.

 

Martin Gross-AlbenhausenPermalinkKommentare 2
Tags: 3d-druck, customization, spreadshirt, regital, modellbau
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10 Tag der bvh-Asienreise - Interview zum chinesischen Markt mit Albrecht Betzold, Geschäftsführer Arnulf Beltzold GmbH

Befragt am 23.04.2013 von Christin Schmidt

Wir war deine Erwartungshaltung an den chinesischen E-Commerce und seine Dienstleister, bevor wir auf die Reise gegangen sind? Nach einigen Tagen in China und Präsentationen verschiedener E-Commerce-Player vor Ort: Treffen deine Erwartungen zu?

„Eine Erwartung dies sich erfüllt hat, war der überschaubare Anteil originärer Ideen im chinesischen E-Commerce. Während in den USA ständig neue Ideen zu finden sind, waren hier bislang nur etablierte Konzepte wie Marktplätze oder Social-Media-Plattformen zu sehen.
Überrascht hat mich dagegen die massive und geradezu unanfechtbare Marktmarkt von heimischen E-Commerce-Unternehmen wie 360 oder Baidu. Während Konzerne wie Google und Amazon in Deutschland den Markt überrollen, werden sie in China vom Wettbewerb eher milde belächelt. Sicherlich ein Umstand mit dem die Konzerne noch nicht übermäßig vertraut sind.
Auch der Socialmedia-Bereich - mit über 90 % Auslastung unter Internetnutzern - ist deutlich stärker als ich erwartet hätte.“

Worin unterschieden sich deiner Meinung nach die europäischen Konsumenten am stärksten von den chinesischen?

„Während die User in Europa jegliche Computertechnologie mitsamt Internet über mehrere Jahrzehnte langsam und schrittweise aufnehmen konnten, scheint in China der gesamte Fortschritt innerhalb kürzester Zeit Sintflutartig über die Konsumenten hereinzubrechen. Hierdurch werden Technologien wie stationiere PCs übersprungen, was zu einem massiven Nutzungsgrad im Mobile-Bereich führt, welcher so in Europa noch lange nicht erreicht ist. Hierdurch setzen Konsumenten völlig andere Rahmenbedingungen für das Onlinemarketing fest.“

Welches der chinesischen Unternehmenskonzepte, die wir vorgestellt bekommen haben, hat dich besonders begeistert?

„Bislang hat mich 360BUY am stärksten beeindruckt. Hier waren zwar keine neuen Geschäftsideen zu beobachten, aber das Unternehmen schaffte es in kurzer Zeit, erfolgreich einen Markt zu bedienen der zwar innerhalb einer Landesgrenze liegt, dennoch aber so groß und mindestens so stark diversifiziert ist wie ganz Europa. Zudem schafft es 360 offenbar, auch überaus starke Wettbewerber wie Amazon, klein zu halten. Ein Umstand der in anderen Ländern sichtlich schwer ist.“


Hier finden Sie weitere Informationen zur Arnulf Betzold GmbH.

 

Christin SchmidtPermalinkKommentare 0
Tags: bvh-asienreise, bvh-e-commercereise, albrecht betzold, arnulf betzold gmbh, betzold
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