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Die größte Herausforderung des Einzelhandels ist NICHT das Internet!

verfasst von Martin Groß-Albenhausen am 11.3.2013

Ich bin alles, aber kein Oliver Samwer-Fanboy. Über seinen Auftritt bei Tengelmann-Ventures hat er allerlei Kritik lesen können - bis hin zum "Heizdecken-Verkäufer" seiner wenig nachhaltigen Investments. Letzteres in einem Kommentar beim eher Samwer-freundlichen Jochen Krisch.

Trotzdem kann ich einige der kolportierten Aussagen durchaus nachvollziehen. Vergangene Woche auf der CeBIT fragte der Moderator, ob stationäre oder reine Online-Händler im Internet das Rennen machen würden. Ich habe mich (wie schon im Vorjahr) mit der Prognose aus der Deckung gewagt, dass wenigstens in den kommenden fünf Jahren noch die Internet Pure Player Marktanteile im Einzelhandel an sich reißen werden, bevor die stationären Händler massiv aufholen. Multichannel ist Marathon, kein Spurt.

Mit der Aussage, "90 Prozent aller Verkäufer sind doch total schlimm", lenkt Samwer die Aufmerksamkeit allerdings auf das eigentliche Problem des Einzelhandels. Wenn der stationäre Handel das Internet richtig betreibt, braucht er eine neue Konzeption und nichts weniger als einen modifizierten USP für die Ladenfläche.

"Ist doch einfach - Showrooming!" - Aber so einfach ist es eben nicht. Mit einem Showroom, in dem man ein viel größeres Sortiment nur noch exemplarisch abbildet, gewinnt der Handel nicht. Das funktioniert in dieser Form auch im Katalog nicht, wenn man nicht die gesamte Aktivierungsmechanik anpasst. Sonst greift die alte Regel, dass "selektives Addieren" von Sortiment erfolgreicher ist als "selektives Weglassen".

Nein, die große Herausforderung für den stationären Handel liegt nicht darin, einen Onlineshop zu haben. Es ist auch nicht nur die Reorganisation von Produktdaten, um in den Suchmaschinen zu erscheinen. Es ist auch nicht Same Day-Delivery, mit der die potentiellen Kunden am Ende noch aus den Geschäften herausgehalten werden. Sicher, taggleiche Lieferung ist ein Asset, mit dem Filialisten gegenüber Onlinehändlern punkten können. Aber auf Kosten des "Laufs" - wenn sie nicht eine andere Begehrlichkeit für den Laden erfinden.

Meine Kollegen haben hier an verschiedenen Beispielen schon beschrieben, wie traditionelle Handelsgeschäfte durch das Internet deshalb obsolet werden, weil sie dem Kunden keine bessere Leistung bieten können. Ob es nun Auto-Matten oder Kleinmöbel sind.

Ich bin überzeugt, dass das Internet Services und Prozesse ermöglicht, die der Fläche ganz neue USPs bieten. Und es ist für mich nicht ausgeschlossen, dass am Ende Internet-getriebene, neue Anbieter die besseren Einzelhändler sein werden, die auf einmal die Ladenflächen der Innenstädte füllen. Weil sie stationären Einzelhandel wirklich neu erfinden.

Mit der bvh 2.013 und dem etailment Summit 2.013 packen wir diese doppelte Herausforderung des Einzelhandels in diesem Jahr von beiden Seiten an. Im April, in Hamburg, die Praxis. Im November, in Berlin, die Prozesse. Hier die Workshops und "Classes", da die Strategie und Diskussion.

Damit Oliver Samwer nicht am Ende doch Recht behält...

 

Martin Gross-AlbenhausenPermalinkKommentare 0
Tags: filialen, einzelhandel, multichannel, stationärer handel, laden, samwer
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08.03.2013
13:20

CRO oder SEO? Social Media oder Mobile? Wir kicken es aus!

verfasst von Martin Gross-Albenhausen am 8. März 2013

Früher war es "Einkauf" gegen "Vertrieb", heute geht es um den Vorrang von CRO oder SEO, Linkbuilding vor SEA, etc. pp. 

Wir kicken es aus. Und zwar auf der bvh 2.013. Vier Kicker stehen bereit, um in den Pausen und vor der Party den Kic(k)up auszutragen. (Teilnahme-Anmeldung: Auf der bvh 2.013 selbst oder vorab per e-Mail.) Jede Partie dauert 10 Minuten, Seitenwechsel nach 5 Minuten. Das Finale findet am Abend in einer Set-Pause vor der Bühne auf dem Dancefloor statt. Und einen Pokal gibt es natürlich auch.

Also: Freut Euch drauf! Stellt Euch auf. Feuert Euch an.

Seid dabei!

Martin Gross-AlbenhausenPermalinkKommentare 0
Tags: kicker, turnier, bvh 2.013, team
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Startup-Veranstaltung in der Berliner Kulturbrauerei fordert mehr politischen Beistand für die boomende Gründerszene in der Hauptstadt

Gastbeitrag vom 07.03.2013 verfasst von Traute Sternberg, APONEO Deutsche Versand-Apotheke

Nicht der Einkaufswagen und die Tragetasche prägen das Zukunftsbild des privaten Kaufverhaltens, sondern der Mouseklick und das Fingerspiel auf Smartphones und Tablets. Diese Erkenntnis bestätigte Jochen Krisch am 28. Februar 2013 den Teilnehmern einer Veranstaltung des Berliner Versandhandels im Palais der Kulturbrauerei. Krisch ist seit 2005 Herausgeber des Branchenblogs "Exciting Commerce". Das sogenannte Visual Shopping, also die Bestellung online über den Bildschirm, überrolle bereits jetzt den Einzelhandel. E-Commerce bestimme immer mehr das Einkaufsverhalten der Verbraucher.

Eingeladen zu dem Startup-Unternehmertreffen hatte Konstantin Primbas, Inhaber der in Berlin-Hohenschönhausen ansässigen Versandapotheke APONEO. Im Jahr 2006 packte er im Keller seiner Bären Apotheke in Lichtenberg die ersten Pakete für den Versand, heute führt er ein hochmodernes digitales Gesundheitskaufhaus mit 80 Mitarbeitern und erreicht mehr als 30 Millionen Euro Jahresumsatz. "Berlin befindet sich auf dem Feld des Onlinehandels in einer neuen Gründerzeit", gibt sich Primbas überzeugt. Inzwischen sei die Hauptstadt im Begriff, sich vor den Konkurrenten München und Hamburg als E-Commerce-Metropole Nummer eins in Deutschland zu schieben.

Tim Fronzek, Geschäftsführer bei reBuy reCommerce GmbH, stützt diese Prognose mit dem Verweis "auf den außerordentlichen Charme, den Berlin mit seiner vielfältigen Hochschullandschaft auf junge hochqualifizierte Zuwanderer ausübt, die hier gern ihre berufliche Karriere starten wollen". Ein Vorteil, dem auch reBuy seinen Erfolg verdankt. Schon aus dem Studium heraus hatte Fronzek das Unternehmen mit einer Gruppe kreativer junger Leute gegründet. Jetzt beschäftigt der digitale An- und Verkaufsshop für gebrauchte Elektronik mehr als 400 Mitarbeiter. Auf dem Portal sind 350.000 Nutzer registriert. "Pro Monat", so Fronzek, "handeln wir etwa 1,5 Millionen Artikel."

Björn Sykora, Leiter für Geschäftsentwicklung der Mister Spex GmbH, sieht Berlin mit seinen günstigen Kostenstrukturen und der zentralen geografischen Lage als "bestgeeigneten Standort" seines Unternehmens für die Expansion auf dem europäischen Markt. Der größte deutsche Online-Optiker betreut von Prenzlauer Berg aus mehr als 400.000 Kunden, darunter in Frankreich und Spanien. Die Firma setzt dabei besonders auf die Zusammenarbeit mit Partner-Optikern in anderen Regionen. Die rasante Entwicklung in der Logistikbranche mache eine solche Geschäftsstrategie attraktiver als die kapitalaufwendige Einrichtung von Büros und Niederlassungen im Ausland, sagt Sykora.

Berlinzentrisch denkt auch der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh), der seinen Sitz 2010 in die Hauptstadt verlegte. "In die Nähe zur Politik", wie es Ingmar Böckmann formuliert, Geschäftsführer des bvh-Arbeitskreises E-Commerce. Etwa 350 E-Commerce-Unternehmen sind im bvh organisiert. Datenschutz, Bildungspolitik und die Entwicklungsdynamik in der Logistik bezeichnete Böckmann beim Gedankenaustausch in der Kulturbrauerei als die wichtigsten politischen Themenfelder in der Arbeit des Verbandes. Außerordentlich begrüße man, dass vor allem junge Unternehmen dem Verband beitreten.

Einmütig stimmten die Teilnehmer der Podiumsdiskussion Böckmanns Forderung zu: Berlins Wirtschafts- und Bildungspolitiker mögen "besser hinschauen auf die Gründerszene und ihre Zukunftschancen". Das ergänzte Björn Sykora von Mister Spex mit einem Hinweis auf die vielen Quereinsteiger bei den Startups. Den Berliner Hochschulen und Universitäten sei zu empfehlen, mehr Lehraktivität auf das Thema Unternehmensgründung zu lenken. reBuy-Geschäftsführer Tim Fronzek, der ebenso wie die anderen Unternehmen immer wieder mit Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung zu kämpfen hatte, erwartet mehr und besseren Beistand von den Banken für junge Unternehmen.

Denn, so die gemeinsame Überzeugung der Berliner Versandunternehmer: Die Vorteile, die  die Stadt aus der Entwicklung zur deutschen Metropole des E-Commerce ziehen kann, bergen das Potenzial für einen enormen Entwicklungsschub: Neue Arbeitsplätze, Gewinn von weiterem Kreativpotenzial. Und die Chance, dass Berlin künftig nicht nur die zentrale logistische Drehscheibe im deutschen, sondern auch im internationalen Versandhandel wird.

Das Unternehmertreffen am 28. Februar war der Auftakt einer Veranstaltungsreihe zum E-Commerce in Berlin, weitere Events folgen …

 

Christin SchmidtPermalinkKommentare 0
Tags: e-commerce-hauptstadt berlin, rebuy, mister spex, aponeo, bvh, exciting commerce, bvh BLOG
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