Warum der Handel prekär bleibt

verfasst von Martin Groß-Albenhausen am 23.8.2013

Mir geht ein Satz mit Bart nicht aus dem Sinn, der Bill Gates zugeschrieben wird. „Wir brauchen keine Banken, wir brauchen Banking.“ Der Satz ist schon über 15 Jahre alt, stammt also aus der Frühzeit des Electronic Commerce. Seitdem hat sich das Online-Banking durchgesetzt, und trotz aller Sorgen beim hypersensiblen Thema Geld und Internet sehe ich keinen Trend zurück zur klassischen Filialbank.

Wir brauchen keine Reisebüros, wir nutzen Buchungsservices. Wir brauchen keine Plattenläden, wir laden Files auf Musik-Plattformen. Wir brauchen keine Konzertkassen, wir kaufen Tickets bei Eventim & Co. Wir lesen keine Zeitungen, wir saugen Qualitäts-Informationen. Wir brauchen keine Universitäten und Hörsäle, wir lernen und studieren, dezentral, nach unseren zeitlichen und räumlichen Möglichkeiten.

Brauchen wir noch Läden? Und: Brauchen wir noch Onlineshops?

Der Handel bzw. der Händler zieht seine Daseinsberechtigung nicht aus dem Geschäft an der Hauptstraße, sondern aus den Leistungen, die er im Distributionssystem zwischen Hersteller und Abnehmer erbringt. Das ist Basiswissen der BWL. Die Spanne, aus der der Händler seinen Gewinn zieht, ergibt sich dabei aus einem Mix von vermutlich einigen hundert Mikrofunktionen bzw. -Leistungen, die er für Hersteller und Kunden erbringt. Sie rechtfertigen einerseits die Marge, andererseits den mehr oder weniger elastischen VK, den er erzielen kann. Ende der Vorlesung.

Es gibt eine sehr aussagekräftige Matrix für die Felder, in denen der Händler sich auszeichnen konnte – und die durch das Internet besser und vor allem auch neben und ohne ihn erbracht werden können. Sie findet sich in einem der Standardwerke für Handelsbetriebslehre.

aus: Müller-Hagedorn/Toporowski/Zielke, Der Handel. Grundlagen - Management - Strategien. Stuttgart 2012, Seite 32

In der Vergangenheit bewegte sich die „Macht“ immer zwischen Herstellern und Händlern, mal zu Gunsten des einen, mal des anderen. Solange der Händler die erste und wichtigste und zuweilen einzige Informations- und Beschaffungsquelle für den Kunden war, hatte er die Gatekeeper-Funktion. Je mehr vergleichbare Güter es gab, um so mehr konnte der Händler für den Platz im Regal verlangen.

Dass der Handel elementare Funktionen im Distributionssystem einnimmt – etwa durch die Bündelung von Warenmengen, um wieder Platz und Kapital beim Hersteller zu schaffen – steht außer Frage. Nur: diese Funktion ist lediglich ein Element für die Margenbildung. Was Sorge bereiten muss ist, wie viele Bausteine des Handelsbetriebes mittlerweile anderweitig erbracht werden.

Dabei werden Leistungen entbündelt wie nie zuvor. Dies betrifft eigentlich jeden der „Ströme“ und in der Matrix fast jeden raum-zeitlichen Aspekt des Handels. Nicht nur aus der Sicht der Hersteller, auch aus der der Konsumenten, die ohnehin heute viel Produkt-orientierter einkaufen.

  • • Der Mehrwert der Beratung sinkt mit dem Vorwissen der Kunden.
  • • Die Markenwahrnehmung erfolgt auf vielen Kanälen – das haben zuerst die Medien lernen müssen und machtlos zugesehen, wie Budgets umgeschichtet wurden. Die Karte „Auflage“ sticht nicht mehr wie früher.
  • • Angeschrieben wird vielleicht noch, aber eher beim Payment-Anbieter als beim Händler.
  • • Die Sortimentsbildung übernehmen häufig engagierte Redakteure oder Nutzer in Blogs oder Plattformen allein auf Basis der Produktdaten, und das vielfältiger und personalisierter als die flächenmäßig begrenzten Einzelhändler. Es sei denn, sie sortimentieren online anders oder haben die unbestrittene Selektions-Kompetenz. Aber wer hat die heute noch unangefochten?

 Damit wird der „Händler“ zukünftig ein prekärer Agent im Distributionssystem bleiben. Wenn die Margen erodieren und gleichzeitig die Erwartung an Service wächst, bleiben nur bessere Prozesse und Skaleneffekte. Margenerhöhung durch mehr Effizienz verbunden mit Wachstum durch Verdrängung.

Welche Strategien hat der Handel, um seine Rolle im Wandel zu behaupten? Diese Frage treibt uns auf dem etailment-Summit im anspruchsvollen, interaktiven Programm. Hier geht es zur Programm-Übersicht!

Martin Gross-AlbenhausenPermalinkKommentare 0
Tags: distributionssystem, handel, e-commerce, strategie
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Stephanies Ramblings - Facebook and Business Evolution? / My Facebook story

Posted on 20.08.2013 by Stephanie Bogue

To be honest, I never really wanted a Facebook page.  Years and years ago, I had already graduated from college when Facebook was making its move into the mainstream.  Some of my younger friends had jumped on the bandwagon, and I thought maybe I had dodged the Facebook bullet.  As a slightly paranoid American, I was a bit uncomfortable with all of this information sharing and I felt as though I did not have anything personal I wanted to share with the whole wide world. 

That all changed one day when I was with my best friend who is normally up to date on what´s what.  She was incredibly disappointed in me for not having a Facebook page and immediately jumped on her laptop at the restaurant where we were eating to whip up a profile for me.  I whined and begged for her not to, but despite my objections, we sat there together and five minutes later, there it was, a bare boned Facebook page with my name attached.  After that, I completely caved and was fairly hooked.  And, I have to admit, as I moved around the country, Facebook proved to be an extremely impressive and easy way to keep me connected and up to date on what my friends and family were up to.  It made me feel a little less distance, although the miles between us were there.   I liked that. 

Facebook evolution

I spend a decent amount of time on Facebook, especially now that I live further away from home than ever.  And yet, some of the big changes taking place on Facebook (my home away from home) go completely unnoticed by me.  I do not think I am alone here.  Earlier this year, I was involved in a project that questioned Facebook user´s awareness of Facebook stores (f-stores) and Facebook commerce (f-commerce).  Until that project landed in my lap, I had absolutely no idea that such things existed.  I was floored when my colleagues on the project were in the same boat as me.  How can this be?  I log in at least once a day, and so did they.  We sent out our online survey through Facebook and around 120 people responded.  Our biggest question was obviously if Facebook users were aware they could go to f-stores and make purchases.  The answer was a clear NO. The survey findings also revealed that having the option to shop while on Facebook was not appealing to most.  The majority liked using Facebook for socializing and sharing only, and there appeared to be some trust issues with what Facebook does with the information it is given.  For the most part, their answers were very similar to my own.  There is potential, but overall, it appears the f-commerce idea is a flop for now. 

However, Facebook continues to evolve.  Your Facebook page has essentially transformed into your online proof of identity.  I am sure you have noticed that if you have a Facebook profile, your log in information is plenty good for logging in or registering at other websites.  And the newest idea, which is about to be tested, is a Facebook payment method.  You would simply use your login information to make purchases on mobile apps and Facebook would store your credit card information on their site, making the transaction or checkout process super simple (read more here http://www.entrepreneur.com/article/227928).  But again, I am extremely interested if this will work or not.  Facebook continues to attempt more and more new options to generate revenue, but I am unsure if the interest or trust is there on the user end.  I see the potential here, and perhaps the ease of use will prove this idea to be a success, but again do Facebook users want to expand on how they use Facebook?  For me, the answer is no.  I have let Facebook in way further than any other online entity, and it will have to survive without my credit card number.  It doesn´t appear to me Facebook has yet found the way to expand into more of a business.  I guess the question remains if it will ever find its way there?

Christin SchmidtPermalinkKommentare 0
Tags: stephansies ramblings, facebook, social media marketing, bezahlmethoden in social media
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Neue Konzepte für den Interaktiven Handel: ManouLenz startet Entertainment-Shopping NUR für Frauen

Ein Beitrag vom 19.08.2013 von Christiane Nievelstein-Bläsche

Manou Lenz hat die Zulassung für ihren eigenen Sender erhalten. Zielgruppe sind anspruchsvolle Frauen, auch mit größeren Konfektionsgrößen.

Figuroptimierte Schnitte, handgelegte Kleider und französische Muster. Nur drei Garanten für den Erfolg der Modedesignerin und Moderatorin Manou Lenz. Ob ihre „Simply Chic“ Kollektion oder die begehrten Couture-Kleider in kleiner Auflage von 80 Stück pro Design, Manou Lenz weiß, worauf es bei schöner und tragbarer Mode für Frauen ankommt.
„Seit fünf Jahren kreiere ich mit einem starken Team im Hintergrund Mode für Frauen mit Format“, so Lenz.
Im Laufe ihrer langjährigen Moderatorinnen-Karriere habe sie gelernt, den Wünschen und Anforderungen ihrer Kundinnen zu entsprechen.

Einkaufen und sich mit den erworbenen Kleidungsstücken auch noch wohlzufühlen, galt für viele Kundinnen lange als schwierig. Die Realität im Oberbekleidungsmarkt sah und sieht auch 2013 anders aus. Gerade schöne Mode gibt es meist nur in kleinen Konfektionsgrößen, alles über Größe 44 ist abgeschirmt in Übergrößengeschäften oder oftmals weniger ansprechend zusammengenäht.

“Die große Konfektion wirkte oftmals unvorteilhaft, fast zeltartig. Mir war klar, dass gerade für Damen mit starken weiblichen Attributen eine Lösung gefunden werden musste. Der modische Wechsel im Kleiderschrank- egal ob Size Zero oder 48. Schicke Mode auch ohne den Marathon durch enge und schlecht beleuchtete Umkleidekabinen“.
Ihre Lösung ist nun auf den Markt gekommen: Ein Einkaufskanal „ManouLenz.TV“ mit integriertem Onlineshop „www.manoulenz.tv“. Gemütlich durch den Onlineshop schlendern, ohne Ladenöffnungszeiten und neugierige Blicke.  Auswählen, bestellen und, sollte ein Kleidungsstück oder Accessoire nicht gefallen oder passen, wird dem Kunden hier ein 30-tägiges Rückgaberecht angeboten.

Ein neues Konzept, welches aufzugehen scheint...
Der Anreiz, modische Schnitte in großen Größen zu entwerfen war indes nicht neu. Eine Unterhaltungsplattform im Verkaufsfernsehen zu etablieren dagegen schon. Hierbei spielen Gesichter und Stimmen, die von der Zielgruppe gekannt und geliebt werden eine ganz besondere Rolle.
Dass dabei die Mode in diversen Produktlinien erfolgreich in Szene gesetzt wird, ist kein schmückendes Beiwerk, sondern ausgefeiltes Handwerk. Mode für Frauen zu vertreiben, die über eine große Büste, vielleicht starke Hüften oder Oberschenkel verfügen, verpackt in aktuelle Charthits, ein gelungenes Konzept, wenn man seine Zielgruppe gut definiert hat.

Wer sind denn nach Aussage von Manou Lenz die Zuschauerinnen dieses Sendeformates? „Grob gesagt jede Frau. Wir sprechen auch die Damen mit dem berühmten Pfund „zuviel“ auf den Rippen an. Eben keine zarten Hasen, sondern Frauen mit Format!“, so die Designerin.

Mit großen Schritten in die Wohnzimmer: Vor wenigen Monaten startete ML-TV auf der Frequenz von sonnenklar.TV. Eine Stunde Sendezeit, in der sich die Zuschauerinnen „Ihre Manou von einst aus der Modebox des ZDF-Fernsehgartens“ wieder nach Hause einladen konnten. Auch der Onlineshop wurde parallel gelauncht. 

Nun folgte der Megaschritt- eine Sendezulassung für acht Jahre.
Erreichbar auf Astra 19,2° Ost Frequenz 11.421 Polarisation H 22.000.

Christin SchmidtPermalinkKommentare 0
Tags: manou lenz, tv-shopping
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