„Sustainability“ – Nachhaltigkeit zumindest gut für das eigene Gewissen?

verfasst am 05.12.12 von Stefan Voigt

 

Die UN-Klimakonferenz in Doha befindet sich in der entscheidenden Phase. Flankiert wird der diesjährige Umweltgipfel von einer Schreckensmeldung, die eine globale Erderwärmung von mittlerweile 5 Grad Celsius prognostiziert. Die Bilder des Hurrikans „Sandy“ sind in guter Erinnerung geblieben und die Bewahrheitung der drastischen Prognose würde aller Voraussicht nach zu einer Häufung dieser Ereignisse führen. Die wachsende Erdbevölkerung und das berechtigte Streben nach Wohlstand in zahlreichen  Gebieten des Planeten „Erde“ erschweren es, diesem Prozess langfristig Einhalt gebieten zu können. Obwohl die gesamte Situation einen mehr als ausweglosen Eindruck bei dem einen oder anderen Betrachter erweckt, obliegt es zunächst jedem selbst einen persönlichen Beitrag auf dem steinigen Weg zu leisten.

In den letzten Jahren haben sich daher eine Reihe von Bewegungen und Trends etabliert, in deren Mittelpunkt nachhaltiges Agieren in seinen verschiedensten Formen steht. Unter dem Begriff „Sustainability“ firmieren sich diese Konzepte, die an das Bewusstsein der Verbraucher appellieren. Viele der Konzepte benötigen keine weitere Erklärung, da diese längst in der Mitte der Gesellschaft abgekommen sind. Hierfür sind „Recycling“, „Corporate Social Responsibility“ und „Fair Trade“ prägnante Beispiele, die gesellschaftlich bekannt sind und von der breiten Masse praktiziert werden. Vor allem im Marketing bieten sich für Händler und Produzenten neue Perspektiven, die den Anspruch an nachhaltiges Agieren erfüllen.

Eine Option stellt das sogenannte „Cause-Related Marketing“ dar. Dabei kommuniziert eine Werbeaktion, dass ein Teil des Verkaufserlöses des beworbenen Produkts wohltätigen Zwecken zugutekommt. Durch einen Appell an das soziale Gewissen wird die Kaufentscheidung der Konsumenten erleichtert, da mit dem Erwerb des Produktes eine gute Tat einhergeht. Mit „Ethical Marketing“ hat sich ein weiteres Marketingtool am Markt platziert, das sämtliche Maßnahmen zur Absatzförderung in den Mittelpunkt stellt, die ethisch korrekte Inhalte und Aussagen berücksichtigen.  Ein veritables Instrument mit dem auf das Kaufverhalten moderner Konsumenten reagiert wird. Während Preis und Qualität als nötige Voraussetzung einer Kaufentscheidung angesehen werden, sind es vermehrt moralische Aspekte, die als Auslöser für den Erwerb eines Produktes fungieren. Dass Nachhaltigkeit auch die Qualität eines „Hipness-Faktors“ besitzen kann, zeigt das Phänomen „Greenstyle“.  Während das staubige Öko-Image vergangener Tage so viel Stiel wie ein Cornetto-Eis hatte, ist ein grüner Lebensstil längst zu einem essentiellen Statussymbol aufgestiegen. Die Integrierung von Design hat umweltbewussten Konsum ästhetisch aufpoliert und zu einem Wandel der Lebenseinstellungen beigetragen.

„Green Positioning“, „Information Transparency“ und „LOHAS“ sind weitere von vielen anderen Trends, die es im Rahmen von „Sustainability“ zu entdecken gilt. Ob die neue gesellschaftliche Prägung der Nachhaltigkeit wirklich ein Trend mit nachhaltiger Wirkung ist, wird sich zeigen. Für ein besseres Gewissen taugt „Sustainability“ auf jeden Fall.  Einen vertieften Einblick in die Thematik und spannende weitere Trends erwarten Sie im bvh Trendbook 2012/2013. Sie haben noch nicht das neue Trendbook?

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