Verletzung von Persönlichkeitsrechten

verfasst am 22.10.2012 von Katrin Triebel


Die Verletzung von Persönlichkeitsrechten in den Medien ist eines der meist diskutierten Themen der letzten Wochen. Fast täglich werden – verfolgt man aufmerksam Berichte in den Medien - Persönlichkeitsrechte vor allem durch die Perfektionierung der Kommunikationswege verletzt.

Bedrohungen des allgemeinen Persönlichkeitsrechts nehmen nicht nur von Jahr zu Jahr zu, sondern sind auch in immer stärkerem Maße differenzierter und vielfältiger. Dabei ist es nicht immer leicht, Position zu beziehen. So war ich z.B. schockiert über die Eskalation der Gewalt nach dem „Hass- Video“ gegen Muslime, auf die mit Zerstörung von Botschaften und Tod unschuldiger Menschen geantwortet wurde.

Beleidigungen von religiösen Gefühlen anderer lehne ich strikt ab, aber festgeschriebene Freiheiten unseres Rechtstaates sind für mich unverzichtbar. Wo liegen also die Grenzen von Meinungs- und Pressefreiheit und wo beginnt Beleidigung des anderen?

Jeder Bürger unseres Landes hat das Recht, sein allgemeines Persönlichkeitsrecht und damit seine Privatsphäre gegen jegliche Angriffe zu schützen. Das hat auch J. Kachelmann bei der Vorstellung seines Buches  „Recht und Gerechtigkeit“, in dem er mit seiner Ex- Geliebten abrechnet, auf der Frankfurter Buchmesse erfahren. Im Buch mit vollem Namen erwähnt und beschuldigt, erfolgte im Auftrag der Ex-Geliebten sofort eine Unterlassungsklage der Gegenseite. Fazit: Das Buch muss nunmehr mit ihrem geschwärzten Namen erscheinen. Wie wird hier Recht gebrochen? J. Kachelmann jedenfalls hat Einspruch erhoben.

Im Fall der Ehefrau unseres Ex- Bundespräsidenten geht es auch immer wieder um einzufordernde Persönlichkeitsrechte. So beklagte sich Bettina Wulff über „zu viel Öffentlichkeit“, obwohl sie mit intimen Details aus ihrem Leben in ihrem Buch aufwartete und sich damit selbst öffentlich machte. Sie fordert von den Medien den Schutz und die Achtung ihrer Persönlichkeitsrechte, jeder von uns hat diesbezüglich aber m.E. auch ein hohes Maß an Eigenverantwortung.

Außerdem macht dieser Fall deutlich, wie schwierig der Schutz der Persönlichkeitsrechte im Netz ist und dass eine „schrankenlose Freiheit im Internet“ immer auf Kosten der Wahrung von Persönlichkeitsrechten geht.

Der Schutz der Persönlichkeitsrechte geht jeden einzelnen von uns an – dieses Recht kann jeder von uns einfordern und einklagen, diese Rechte zu wahren und zu erhalten, dafür gilt es sich einzusetzen. 

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