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Aktuelle Studien-Informationen zum Cross-Border-Geschäft im E-Commerce

Verfasst am 23.07.2013 von Christin Schmidt

Das Eurobarometer der Europäischen Kommission veröffentlichte vor Kurzem zwei neue Erhebungen über die Wahrnehmung der Verbraucher und Unternehmen in Bezug auf den grenzüberschreitenden Handel. Die Umfragen wurden im September 2012 durchgeführt. 25.500 Verbraucher und mehr als 10.000 Händler aus den 27 Mitgliedstaaten beantworteten die beiden Umfragen.

Die Studien zeigen eine gute Zunahme der Online-Umsätze insgesamt und eine positive Wahrnehmung durch den Verbraucher, weisen aber auch auf einige beunruhigende Zahlen auf (z. B. 8% der Verbraucher gaben an, dass ihre Produkte nie geliefert wurden und 30% klagten über Verzögerungen bei der Auslieferung).

 

Hier einige Informationen aus beiden Studien 

 Aus der Verbraucherstudie:

- Mehr als die Hälfte (53%) der europäischen Verbraucher haben mindestens einen Online-Kauf in den vergangenen zwölf Monaten durchgeführt. Dieser Anteil hat sich seit 2006 fast verdoppelt. Eine schnelle Zunahme des E-Commerce ist in allen 27 Mitgliedstaaten zu beobachten, mit der stärksten Entwicklung in der Slowakei (56%, +50), Irland (66%, +41), Polen (56%, + 38), der Tschechischen Republik (62%, + 38) und Zypern (41%, + 35).

- Alles in allem hat sich der Anteil der Verbraucher, die mindestens einmal von einem Anbieter oder einem Verkäufer in einem anderen EU-Land gekauft haben seit 2006 fast verdreifacht auf 15% der europäischen Verbraucher im Jahr 2012. Dieser Anteil ist besonders hoch in den kleineren Mitgliedstaaten, in denen Online-Shopping über die Grenzen hinweg immer mehr Menschen nutzen: zum Beispiel in Malta, Luxemburg  und Zypern.

- 59% der EU-Verbraucher stehen den Kauf über das Internet von einem Händler / Anbieter im eigenen Land positive entgegen, aber nur 36% sind offen, was den Kauf über das Internet von einem Anbieter in einem anderen EU-Land angeht.

- Allerdings ist das Vertrauen sehr hoch bei Personen, die bereits einen Online-Kauf gemacht haben: 90% sind überzeugt vom E-Commerce, was den Kauf im Inland angeht und 80% sind überzeugt vom grenzüberschreitenden Einkauf.

- 41% der Befragten sind bereit, Waren und Dienstleistungen mit einer anderen EU-Sprache zu erwerben und 32% wissen, wo sie Informationen und Ratschläge zu grenzüberschreitenden Einkäufen in der EU zu erhalten.

- 26% der Verbraucher sind daran interessiert, einen grenzüberschreitenden Einkauf in der EU in den nächsten 12 Monaten durchzuführen.

- Das Vertrauen der Menschen, die noch keinen Online-Kauf gemacht haben, ist noch recht niedrig: 54% sind offen gegenüber dem Kauf im Inland, aber nur 27% würden sich für einen grenzüberschreitenden Einkauf entschließen.

- 30% der Menschen, die von heimischen Online-Käufen berichten, sprechen von  Lieferverzögerungen. 8% der Europäer sagen, ein Produkt, dass sie im Inland bestellt haben, sei überhaupt nicht angekommen.

- 25% der Befragten sagten, dass sie in den letzten 12 Monaten einen triftigen Grund zur Beanstandung beim Kauf von  Waren oder Dienstleistungen in ihrem eigenen Land hatten.

- 66% der Menschen, die ihre Beschwerde dann an den Händler herantrugen, sind zufrieden mit der Art und Weise, wie der Händler das Problem löste.

- 55% der Befragten fühlen sich ausreichend durch das bestehende Recht geschützt. Dieses Ergebnis blieb relativ stabil seit 2006 (+1 Punkt gegenüber 2006).

- - - Hier geht es zur gesamten Verbraucherstudie - - - 


Aus der Händlerstudie:

- Die meisten Einzelhändler verkaufen nur in ihrer Landessprache (55%), jedoch nutzen 45% mindestens zwei Sprachen, 24% mindestens drei Sprachen und 12% verkaufen in mehr als drei Sprachen.

- Ein Viertel der befragten Einzelhändler (25%) verkauft grenzüberschreitend. An diesem Anteil hat sich seit 2011 wenig verändert (-2 Prozentpunkte). Kosten für die Einhaltung unterschiedlicher Verbraucherschutzvorschriften und Vertragsrecht (41%) und mögliche höhere Kosten durch Betrug und Nichtzahlung (41%) sind die am häufigsten genannten Hindernisse für die Entwicklung des grenzüberschreitenden Handels. Sprachliche Unterschiede sind das am wenigsten erwähnt Hindernis (25%, +5 Punkte seit 2011).

- Einzelhändler die bereits in einem anderen EU-Land Handel betreiben, haben die gleichen Hauptanliegen: 51% sehen potenziell höheren Kosten durch die Gefahr von Betrug oder Nichtzahlung als Hindernis, gefolgt von den zusätzlichen Kosten für die Einhaltung unterschiedlicher Verbraucherschutzvorschriften und Vertragsrecht (47%).

- Insgesamt planen 24% der Händler, grenzüberschreitend in den nächsten 12 Monaten zu verkaufen.

- Weniger als vier von zehn Befragten (38%) wissen, wo sie Informationen und Beratung in Bezug auf das Verbraucherrecht in anderen EU-Ländern finden.

- - - Hier geht es zur gesamten Händlerstudie - - -

 

Christin SchmidtPermalinkKommentare 0
Tags: cross-border, europäische komission, eurobarometer
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Retourenmanagement- Das Umsatz- & Kostenpotenzial der Zukunft

Ein Beitrag von Florian Seikel vom 23.07.2013

Der Interaktive Handel zeichnet sich durch ein hohes Maß an Innovationskraft aus. Gerade beim Themenkomplex „Retouren“ ist viel Flexibilität gefragt. So variiert der Retourenquote je nach Branche sehr stark. Im Allgemeinen spricht man von einer durchschnittlichen Rücksendungsquote von zehn bis 15 Prozent, in der Bekleidungsbranche stehen bis zu 50 Prozent an der Tagesordnung. 

Große Konzerne mit Multichannel-Strategien können die Retourenquote relativ gut auffangen. Retouren sollten allerdings auch von kleinen und mittelständigen Distanzhändlern nicht als reines Ärgernis, sondern als Chance zu einer dauerhaften Kundenbindung gesehen werden. Sie können Auslöser zur Kostenoptimierung in der Supply Chain sein und für ein sinnvolles Marketing genutzt werden.

Retourenmanagement ist aktuell und wird weiter an Bedeutung gewinnen. Deshalb startet das Institut des Interaktiven Handels (IDIH) zusammen mit seinem Partner bvh und mit dem Präsenzworkshop „Retourenmanangement- Das Umsatz- & Kostenpotenzial der Zukunft“ eine nachhaltige Weiterbildungsreihe zu diesem Themenkomplex.

Diskutieren Sie mit dem IDIH und hochkarätigen Referenten folgende Schwerpunktthemen:

- Retourenvermeidung & -handling

- Beeinflussbare Retourenauslöser entlang der Wertschöpfungskette

- Ausmaß von Retourenkosten und der Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit

- Die Notwendigkeit von Kennzahlen- Informationsfluss zwischen Einkauf, Retourenabteilung und Kundenbetreuung

- Erfolgsfaktoren von Retourenmanagement-Projekten

Der Workshop wird am 30. September/01. Oktober im DHL Innovation Center in Troisdorf stattfinden. Die Anzahl an Teilnehmern ist begrenzt. 

bvh-Mitglieder erhalten einen rabattierte Teilnahmegebühr. Die genaue Agenda, weitere Hintergrundinformationen und die Möglichkeit der Onlineanmeldung erreichen Sie

HIER !

Für Fragen steht Ihnen sehr gerne Florian Seikel (Florian.Seikel@idih.de, Tel. 0162-2561001) zur Verfügung.

Christin SchmidtPermalinkKommentare 0
Tags: idih, florian seikel, retourenmanagement
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