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Conversion Optimierung - was man rechtlich beachten sollte

Ein Beitrag von Dr. Martin Schirmbacher, HÄRTING Rechtsanwälte vom 10.07.2013

Häufig klagen Shopbetreiber, dass zwar viele Nutzer ihre Website besuchen, viel zu viele aber die Seite verlassen, ohne etwas zu kaufen. Die Conversion Optimierung setzt hier an, in dem sie versucht, so viele Besucher wie möglich durch geschickt eingesetzte Veränderungen auf der Seite zu halten oder die potenziellen Kunden gezielt erneut anzusprechen, nachdem sie den Shop verlassen haben.

Maßnahmen zur Verbesserung der Conversion Optimierung werden häufig erst nach dem Launch des Shops, jedenfalls aber zu einem sehr späten Stadium der Website-Entwicklung umgesetzt. Während jedenfalls bei größeren Projekten in aller Regel ein Website Check durchgeführt und die Seite auf Einhaltung der rechtlichen Vorgaben geprüft wird, bevor der Shop online geht, verlaufen Conversion Optimierungsmaßnahmen meist ohne rechtliche Prüfung. Häufig werden auch verschiedene Varianten getestet und dann - ohne Rechtsprüfung - die bessere Variante eingesetzt.

Wir haben typische Fehler in diesem Prozess identifiziert und zu folgenden Handlungsempfehlungen zusammengefasst:

  1. Bleiben Sie ehrlich bei der Produktbeschreibung!
  2. Verwenden Sie keine Produktbilder ohne Erlaubnis des Rechteinhabers!
  3. Schummeln Sie nicht bei der Lieferfrist und fangen Sie Unschärfen mit "ca.-Angaben" auf!
  4. Wenn Sie nutzerabhängige Preise verwenden, führen Sie die Daten nicht mit Angaben zu dem Kunden zusammen!
  5. Bewerten Sie sich nicht selbst!
  6. Prüfen Sie Ihren Check-Out-Prozess auf Einhaltung des Button-Gesetzes!
  7. Wenn Sie eine Service-Hotline angeben, machen Sie entstehende Kosten transparent!
  8. Erweitern Sie Ihre Datenschutzerklärung und holen Sie wenn möglich eine Einwilligung für das Re-Targeting ein!
  9. Senden Sie E-Mails an Kaufabbrecher nur, wenn Sie dafür eine (dreifache) Einwilligung haben!
  10. Seien Sie zurückhaltend mit Werbung in Transaktions-E-Mails!

Auf der Homepage von HÄRTING Rechtsanwälte finden Sie ein ausführliches White-Paper zu diesem Thema, das Sie kostenfrei herunterladen können: http://haerting.de/de/haerting-papers/rechtliche-aspekte-der-conversion-optimierung

Die rechtlichen Fragestellungen bei der Conversion Optimierung waren auch Thema unseres Webinars, das am vergangenen Freitag stattgefunden hat. Wir haben dieses Webinar aufgezeichnet und stellen es unseren Mitgliedern zum Nachhören gern kostenfrei zur Verfügung: https://attendee.gotowebinar.com/recording/3989478237396318208 (Es ist eine Anmeldung erforderlich).

Stephanie SchmidtPermalinkKommentare 0
Views: 567
10.07.2013
11:03

Nach der Hochwasserwelle - wie geht es für die Betroffenen weiter?

Gastbeitrag von Andreas Böhmann (Fa. Knobloch e.K.), verfasst am 10.07.2013

Foto: Andreas Böhmann

Diese Hochwasserwelle ist vorbei und auch die Welle der Berichterstattung darüber ist stark abgeebbt. Damit sind aber die Probleme für die betroffenen Menschen und Unternehmen bei weitem nicht erledigt! Wir hatten ja bereits vor gut einem Monat, einen Bericht von Karin Stäbler, Geschäftsführerin der Reich Online Service GmbH aus Rosenheim hier im Blog gebracht. Für sie ging alles - Dank des tollen Engagements vieler Helfer - glimpflich aus.

Aber andere sind nicht so glimpflich davongekommen. Heute möchte ich daher einen Bericht von Andreas Böhmann, Inhaber der Firma Alfred Knobloch e.K. aus Grimma bringen. Er wurde nach 2002 jetzt zum zweiten Mal sehr schwer vom Hochwasser getroffen und schreibt:



"Zum wiederholten Male nach 2002 traf uns die Muldeflut. Wieder einmal konnte im Vorfeld der zu erwartende Wasserstand nicht einmal annähernd vorausgesagt werden. Vielmehr wurde noch am Samstag Mittag quasi Entwarnung gegeben: Der Pegel geht zurück.
 
Dann kam alles anders. Zwar ca. 1m unter dem Stand von 2002, dafür aber nicht minder vernichtend. Ca. 1,60m Wasserstand in unseren Räumen haben fast die gesamte Ware vernichtet.
 
2002 noch mit einer Versicherung für Betriebsunterbrechnung und Inhalt, hat uns die Versicherung 2006 das "Risiko" Überschwemmung gestrichen. Selbstredend waren Versuche, wieder Versicherungsschutz zu bekommen, erfolglos.
 
Nachdem das Wasser wieder weg war - das geht bei der Mulde durch die hohe Fließgeschwindigkeit sehr schnell - begann das Aufräumen. Über unseren 400 qm Laden und 300 qm Lager lagen 3-4 cm Schlamm! Bis zu 50! freiwillige Helfer waren mit aufräumen und säubern beschäftigt. Das war - ebenso wie 2002 - überwältigend!
 
Dann das bange Warten: Wird der Schaden von staatlicher Seite reguliert? Welche Quote wird es geben? Wie reagieren
unsere Lieferanten?

Bereits nach einer Woche haben wir begonnen in unserem Geschäft die gereinigte Ware zu verkaufen. Nach unseren ersten Berechnungen haben wir für ca. 300-350 TEUR Ware und für 100-150 TEUR Einrichtung, die vernichtet wurde. 500 TEUR Schaden also insgesamt. Die Unterstützung der Lieferanten sieht sehr unterschiedlich aus: Von kostenloser neuer Ersteinrichtung über 50% Rabatt bei Neueinrichtung bis zu quasi "gar nichts" war alles dabei.
 
Vor einer Woche wurde dann Förderrichtlinie bekannt gegeben: 50% des Schadens, max. 100 TEUR, in Härtefällen 200 TEUR werden übernommen. Das ist sicher nicht schlecht, aber der Zuschuss wird nur gewährt, wenn die Gesamtfinanzierung steht, ich also im Extremfall 400 TEUR an neuen Krediten nachweisen muss. Wie das funktionieren soll, kann ich momentan noch nicht sagen!"


Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn Sie bei konkreten Ideen zur Hilfe direkt mit Herrn Böhmann Kontakt aufnehmen. Als mögliche kleine Geste der Unterstützung hat jedenfalls der bvh der Firma Knobloch den Mitgliedsbeitrag 2013 erlassen.

Wenn auch Sie mit Ihrem Unternehmen vom Hochwasser oder einer anderen besonderen und unverschuldeten Notlage betroffen sein sollten - sprechen sie uns an! Vielleicht können wir helfen und Solidarität sowie Unterstützung schaffen.

Christoph Wenk-FischerPermalinkKommentare 0
Tags: hochwasser, mulde, solidarität
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