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Der Goldene Schnitt – Denn das Auge isst bekanntlich mit

verfasst am 19.09.2012 von Stefan Voigt


Kennen Sie noch das klassische Bild, wie Stadionbesucher mit einem Radio am Ohr in der Fankurve stehen und einer fremden Mannschaft beide Daumen drücken, in der Hoffnung, dass die eigene Elf den Klassenerhalt schafft?

Ehrlich gesagt ist dieses Bild nur noch auf Fotofilm erhältlich, der heuer genauso altbacken scheint wie das Radio am Ohr. Das Beispiel zeigt, dass Freizeit selbst in ihrer analogen Ausführung längst durch digitale Handlungen geprägt ist. Freizeit wird in unserer Gesellschaft immer stärker auf digitalem Weg gelebt. Websites, Apps und Social Media bestimmen den Alltag und übernehmen damit eine essentielle Funktion im Leben der Menschen.

Freizeit dient der Erholung, der persönlichen Entfaltung und der Pflege persönlicher Kontakte. Die Umwelt ist in der Freizeitgestaltung ein elementarer Wohlfühlfaktor und wird dennoch oftmals unterschätzt.

Nach dem Motto – die Augen essen mit – sind graue Alltagswände im analogen Leben das Pendant zu schlechtem Webdesign in der digitalen Welt. Beides schlägt auf den Magen und verdirbt schlimmstenfalls den Appetit. Im Idealfall ist Freizeit die maximale Dosis Erholung. Eine harmonische Umwelt ist dabei unerlässlich. Wenn der Mensch seine Freizeitaktivitäten nun peu à peu in den digitalen Raum verlagert, sollte die Ursprünglichkeit der Natur erhalten bleiben.

Dabei zeigt gerade Mutter Natur, wie die Außendarstellung der Umwelt in ästhetischer Form und Anordnung gelingt. Natur ist Sinnbild der Ursprünglichkeit und ihre Gesetzmäßigkeiten beeinflussen das Leben der Menschen. Ein virulentes Beispiel für die Gestaltung und Konstruktion ist der Goldene Schnitt, der sich in der Natur unter anderem in der Anordnung von Blättern zeigt. Proportionen in Kunst und Architektur sind seit der Renaissance häufig im Goldenen Schnitt gehalten, der das Teilungsverhältnis einer Strecke oder anderer Größen bezeichnet, bei dem das Verhältnis des Ganzen zu seinem größeren Teil dem Verhältnis des größeren zum kleineren Teil entspricht. Daraus ergibt sich die Goldene Zahl, die dem Verhältnis von ≈1,618 zwischen zwei Objekten entspricht.

Ohne übertreiben zu wollen, in der Proportionslehre ist der Goldene Schnitt ein ungeschriebenes Gesetz, wenn es darum geht eine natürlich anmutende, universell erscheinende, harmonisch wirkende und ästhetisch ansprechende Komposition zu schaffen. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, doch gerade bei den grundsätzlichen Proportionsfragen des Webdesigns zeigen die eigenen Erfahrungen, dass die Verwendung des Goldenen Schnitts die Usability fördert. Denn gerade in der digitalen Welt ist ein ansprechendes Design ein entscheidendes Kriterium, um stetige Aufmerksamkeit und hohe Konversionsraten zu erzeugen.

Proportionen sind wichtig. Egal ob es die Anordnung des Wandgemäldes über der heimischen Couch oder das Layout einer Website betrifft, ein harmonisches Erscheinungsbild erreicht man mit dem Goldenen Schnitt. Die ästhetische Gestaltung der digitalen Umwelt schafft Mehrwert und steigert darüber hinaus das eigene Wohlbefinden. Auch wenn das Radio aus den meisten Stadien dieser Welt längst verschwunden ist und das Zwischenergebnis eines anderen Spiels via Mobile in die Blöcke gelangt, der Goldene Schnitt bleibt den Fans erhalten. Schließlich ist es am einfachsten, die Proportionen der Seiten- und Torlinien eines Fußballfelds mit der Goldenen Zahl 1,618 in das richtige Verhältnis zu setzen.  

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