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18.10.2012
18:17

Deutschland im Spiegel

verfasst von Martin Gross-Albenhausen am 18.10.2012


Wenn wir unser Geschäft als Online- und Versandhändler betrachten, dann fallen uns häufig als erstes die besonderen Herausforderungen auf: der Preiswettbewerb, die hohen Retouren, die scharfen Datenschutzregeln. Dies sind scheinbar Einstiegshürden, und darauf weisen wir im Gespräch mit Unternehmern aus dem europäischen Ausland gerne hin, wenn diese hier - vornehmlich mit dem „einfachen“ Onlineshop - ein Distanzhandelsgeschäft aufbauen wollen.

Wir sehen in den Spiegel, und bemerken als erstes die Falten - das ist normal, denn wir leben in unserer Haut, sie ist normal und nur die Veränderungen fallen uns auf. Genau so eben auch im Geschäft.

Dabei übersehen wir häufig das durchaus attraktive Gesamtbild. Deutschland als „reifer“ Online-Markt hat durchaus starke Seiten. Und die vermeintlichen Schwächen - sind Chancen. 

Das jedenfalls sagen uns diejenigen, denen wir die Hürden aufzählen. Vorgestern konnte ich bei unserem Partnerverband ACSEL in Paris mit Vertretern von großen Anbietern (wie Pixmania) und kleinen Startups (wie Tikamoon) über die Marktbedingungen in Deutschland sprechen.

Sind die Hürden wirklich Hürden? Thibault Deslorieux, der die deutsche Filiale von Tikamoon in Hamburg leitet, stimmt mit Pixmanias Logistik-Chef Stéphane Tomczak darin überein, dass die anspruchsvollen deutschen Kunden das beste sind, was den französischen Shops passieren kann. „Wir sind dank der deutschen Filiale im gesamten Geschäftsprozess besser geworden,“ so Tomczak.

Tikamoon musste seine Verpackung anpassen, was auch in Frankreich zu Verbesserungen führt. Und beide berichten, dass die deutschen Kunden mit ihren Reklamationen gerne auch wertvolle Tipps für Verbesserungen geben. Deutsche Ingenieure treffen französische Kreativität - eine spannende Begegnung, wie es scheint.

Wenn das so ist, dann haben wir unsererseits für den Start in anderen Ländern eine starke Basis in unseren Prozessen. Schauen wir aber darauf, was die Hürden in Frankreich sind, dann können sie wiederum dem Geschäft hierzulande Schwung geben. 

Die nach wie vor größere Kreativität in den „Promotions“ bereichert die bei uns immer lahmeren Anstoßketten. (Wir können ruhig zugeben, dass unser Fokus auf SEO die Intelligenz der Angebots-Mechanismen ramponiert...) Emotion, Bildlichkeit, Viralität - Frankreich agiert anders, und gerade das kann unser Geschäft auch in Deutschland verbessern.

Nota bene: Am 7. November führen wir in Berlin ein auf rechtliche Aspekte fokussiertes Seminar zum Online- und Versandhandel in Frankreich durch. Mehr Informationen und Anmeldung hinter diesem Link.

 

Martin Gross-AlbenhausenPermalinkKommentare 0
Tags: acsel, frankreich, e-commerce, internationalisierung, cross-border
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