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Praktikum beim bvh / fashion-controller als neue Alternative für Textilversender???

verfasst am 05.08.2013 von Robert Siebel

Eine Aufgabe meines Praktikums war es, über das noch junge Unternehmen „Fashion Controller“ zu recherchieren. In meiner Recherche beziehe ich mich auf die Website des Unternehmens und verschiedene Onlinemagazine, die über das Unternehmen und das von ihm entwickelte Verfahren berichten.

Am 1. Juli 2013 wurde die Fashion Controller Gbr von Andreas Lenzen gegründet. Das Unternehmen hat sich ausschließlich auf die Entwicklung eines Verfahrens spezialisiert, um vorsätzlichen Retourenmissbrauch im Bereich Mode zu erkennen. Ziel der Arbeit ist eine Reduzierung der Retourenquote von B2B-Partnern, da Retouren für jeden Versandhändler einen hohen Kostenfaktor darstellen.

Im Bekleidungsbereich sind die Retourenquoten besonders hoch. Nach Schätzungen ist bei Bekleidungshändlern eine Retourenquote von etwa 40% die Regel. Der Händler muss sowohl die Kosten für die Retouren, als auch die Aufbereitung der Retouren übernehmen. Fashion Controller entwickelte aus diesem Anlass ein einzigartiges Verfahren, welches den vorsätzlichen Retourenmissbrauch aufdecken soll. Mit dem sogenannten Fashion Controller 1.0 Verfahren beliefert das Unternehmen nun Mode-Labels weltweit. 

Das Verfahren verspricht bei minimalen Kostenaufwand bemerkenswerte Erfolge. Das Herzstück des Verfahrens ist der Control-Chip. Der Chip hat die Maße 19x40x0,5 mm und sollte vom Händler mit Sicherheitsfäden in die entsprechende Textil-Ware eingearbeitet werden, so dass er sich möglichst körpernah befindet. Aktiviert wird dieser Chip durch das Drücken einer Taste die sich am oberen Rand des Chips befindet, ein Kontrollfeld auf dem Chip zeigt die Aktivierung. Der Kunde bemerkt den Chip nicht und kann unbedenklich alle bestellten Kleidungsstücke mehrfach anprobieren. Der Chip misst aufgrund der Körpertemperatur, die Zeit in der das Kleidungsstück getragen wird. Sollte der Kunde das Kleidungsstück nun über längere Zeit tragen, beispielsweise auf Festlichkeiten, Hochzeiten oder Businessabenden, so zeigt ein weiteres Kontrollfeld die Tragezeit von 30 Minuten bis 8 Stunden an. Die Präzision des Chips ist minutengenau. Das ermöglicht dem Händler, Retourenmissbrauch zu bemerken und dem Kunden den Widerruf zu verwehren.

Die rechtliche Grundlage hierfür wird in den AGB der jeweiligen Händler geschaffen. Fashion Controller geht davon aus, dass allein die Tatsache, dass der Chip verwendet wird, eine abschreckende Wirkung auf die Kunden hat, welche vorhaben, vorsätzlich das Widerrufsrecht zu missbrauchen. §357 BGB besagt, dass es dem Kunden erlaubt ist, innerhalb einer Frist von 14 Tagen die Eigenschaften und Funktionsweise der Ware zu prüfen und den Vertrag zu widerrufen. Wenn der Kunde die Ware jedoch nutzt bzw. abnutzt, kann der Händler vom Kunden Wertersatz verlangen.

Zwei mögliche Nachteile für den Händler gibt es dann aber leider doch: Zum einen kann die Durchsetzung der Ansprüche mit einem Aufwand verbunden sein. Zum anderen besteht die Gefahr, dass der Kunde in Form von negativen Bewertungen reagiert. 

 

Christin SchmidtPermalinkKommentare 0
Tags: fashion-controller, retourenquoten, robert siebel
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Praktikum beim bvh / Besuch bei UPcload

verfasst am 31.07.2013 von Robert Siebel


Meinen gestrigen Termin hatte ich beim Start-Up-Unternehmen
„UPcload“. Mein Ansprechpartner war Steffen Poralla, „Director of Communications“. Er führte mich durch die Geschäftsräume, die das Unternehmen vor rund 3 Monaten, nachdem es innerhalb Berlins den Standort gewechselt hat, bezog.

Herr Poralla erklärte mir, dass UPcload mit seiner Idee, der Online-Körpervermessung, eines der ersten Unternehmen war, die diesen Service anboten. Durch ein Verfahren zur Körpervermessung per Webcam, welches es dem Kunden erleichtern sollte, die richtige Konfektionsgröße zu finden, erhielten sie zu Beginn ihrer Arbeit viel Aufmerksamkeit. Diese Funktion soll dem Händler helfen, die Retoure zu verringern. 

Nach einigen Monaten stellte sich jedoch heraus, dass sich der Aufwand der Vermessung per Webcam nur bei bestimmten Kleidungsstücken, beispielsweise Maßhemden, lohnt. Daher richtete sich UPcload neu aus und entwickelte ein statistikbasiertes Modell als Standardprodukt für große Onlineshops. Bei diesem Modell muss man nur wenige Daten angeben, wie zum Beispiel Alter, Gewicht und Größe, um eine Empfehlung für seine Konfektionsgröße zu erhalten. 

Das neue Modell hat UPcload einige namenhafte Neukunden gebracht, dazu zählen „QVC“, „Dree-for-less“ und weitere. Des Weiteren ist UPcload international tätig. Zu den Kunden gehören Unternehmen aus europäischen Nachbarländern sowie den USA.

Was mich an diesem jungen Unternehmen am meisten beeindruckt hat, war die Tatsache, dass UPcload als Start-Up sein Konzept noch einmal komplett überdacht und einen praktikableren Ansatz für sich gefunden hat. So konnte ein besseres Modell entwickelt werden, welches schon jetzt von einigen großen Onlineshops genutzt wird. 

Christin SchmidtPermalinkKommentare 0
Tags: bvh-praktikum, robert siebel, upcload, steffen poralla
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Aktuelle Studien-Informationen zum Cross-Border-Geschäft im E-Commerce

Verfasst am 23.07.2013 von Christin Schmidt

Das Eurobarometer der Europäischen Kommission veröffentlichte vor Kurzem zwei neue Erhebungen über die Wahrnehmung der Verbraucher und Unternehmen in Bezug auf den grenzüberschreitenden Handel. Die Umfragen wurden im September 2012 durchgeführt. 25.500 Verbraucher und mehr als 10.000 Händler aus den 27 Mitgliedstaaten beantworteten die beiden Umfragen.

Die Studien zeigen eine gute Zunahme der Online-Umsätze insgesamt und eine positive Wahrnehmung durch den Verbraucher, weisen aber auch auf einige beunruhigende Zahlen auf (z. B. 8% der Verbraucher gaben an, dass ihre Produkte nie geliefert wurden und 30% klagten über Verzögerungen bei der Auslieferung).

 

Hier einige Informationen aus beiden Studien 

 Aus der Verbraucherstudie:

- Mehr als die Hälfte (53%) der europäischen Verbraucher haben mindestens einen Online-Kauf in den vergangenen zwölf Monaten durchgeführt. Dieser Anteil hat sich seit 2006 fast verdoppelt. Eine schnelle Zunahme des E-Commerce ist in allen 27 Mitgliedstaaten zu beobachten, mit der stärksten Entwicklung in der Slowakei (56%, +50), Irland (66%, +41), Polen (56%, + 38), der Tschechischen Republik (62%, + 38) und Zypern (41%, + 35).

- Alles in allem hat sich der Anteil der Verbraucher, die mindestens einmal von einem Anbieter oder einem Verkäufer in einem anderen EU-Land gekauft haben seit 2006 fast verdreifacht auf 15% der europäischen Verbraucher im Jahr 2012. Dieser Anteil ist besonders hoch in den kleineren Mitgliedstaaten, in denen Online-Shopping über die Grenzen hinweg immer mehr Menschen nutzen: zum Beispiel in Malta, Luxemburg  und Zypern.

- 59% der EU-Verbraucher stehen den Kauf über das Internet von einem Händler / Anbieter im eigenen Land positive entgegen, aber nur 36% sind offen, was den Kauf über das Internet von einem Anbieter in einem anderen EU-Land angeht.

- Allerdings ist das Vertrauen sehr hoch bei Personen, die bereits einen Online-Kauf gemacht haben: 90% sind überzeugt vom E-Commerce, was den Kauf im Inland angeht und 80% sind überzeugt vom grenzüberschreitenden Einkauf.

- 41% der Befragten sind bereit, Waren und Dienstleistungen mit einer anderen EU-Sprache zu erwerben und 32% wissen, wo sie Informationen und Ratschläge zu grenzüberschreitenden Einkäufen in der EU zu erhalten.

- 26% der Verbraucher sind daran interessiert, einen grenzüberschreitenden Einkauf in der EU in den nächsten 12 Monaten durchzuführen.

- Das Vertrauen der Menschen, die noch keinen Online-Kauf gemacht haben, ist noch recht niedrig: 54% sind offen gegenüber dem Kauf im Inland, aber nur 27% würden sich für einen grenzüberschreitenden Einkauf entschließen.

- 30% der Menschen, die von heimischen Online-Käufen berichten, sprechen von  Lieferverzögerungen. 8% der Europäer sagen, ein Produkt, dass sie im Inland bestellt haben, sei überhaupt nicht angekommen.

- 25% der Befragten sagten, dass sie in den letzten 12 Monaten einen triftigen Grund zur Beanstandung beim Kauf von  Waren oder Dienstleistungen in ihrem eigenen Land hatten.

- 66% der Menschen, die ihre Beschwerde dann an den Händler herantrugen, sind zufrieden mit der Art und Weise, wie der Händler das Problem löste.

- 55% der Befragten fühlen sich ausreichend durch das bestehende Recht geschützt. Dieses Ergebnis blieb relativ stabil seit 2006 (+1 Punkt gegenüber 2006).

- - - Hier geht es zur gesamten Verbraucherstudie - - - 

Aus der Händlerstudie:

- Die meisten Einzelhändler verkaufen nur in ihrer Landessprache (55%), jedoch nutzen 45% mindestens zwei Sprachen, 24% mindestens drei Sprachen und 12% verkaufen in mehr als drei Sprachen.

- Ein Viertel der befragten Einzelhändler (25%) verkauft grenzüberschreitend. An diesem Anteil hat sich seit 2011 wenig verändert (-2 Prozentpunkte). Kosten für die Einhaltung unterschiedlicher Verbraucherschutzvorschriften und Vertragsrecht (41%) und mögliche höhere Kosten durch Betrug und Nichtzahlung (41%) sind die am häufigsten genannten Hindernisse für die Entwicklung des grenzüberschreitenden Handels. Sprachliche Unterschiede sind das am wenigsten erwähnt Hindernis (25%, +5 Punkte seit 2011).

- Einzelhändler die bereits in einem anderen EU-Land Handel betreiben, haben die gleichen Hauptanliegen: 51% sehen potenziell höheren Kosten durch die Gefahr von Betrug oder Nichtzahlung als Hindernis, gefolgt von den zusätzlichen Kosten für die Einhaltung unterschiedlicher Verbraucherschutzvorschriften und Vertragsrecht (47%).

- Insgesamt planen 24% der Händler, grenzüberschreitend in den nächsten 12 Monaten zu verkaufen.

- Weniger als vier von zehn Befragten (38%) wissen, wo sie Informationen und Beratung in Bezug auf das Verbraucherrecht in anderen EU-Ländern finden.

- - - Hier geht es zur gesamten Händlerstudie - - -

 

 

Christin SchmidtPermalinkKommentare 0
Tags: cross-border, europäische komission, eurobarometer
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