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Und jährlich grüßt das Murmeltier – Advent, Advent ein Lichtlein brennt

verfasst am 14.11.2012 von Stefan Voigt

 

Wir schreiben November 2012 und allmählich beginnen die Vorbereitungen zum jährlichen Weihnachts-Countdown. Bald wird mit dem Öffnen des ersten Türchens des obligatorischen Weihnachtskalenders endgültig die heiße Phase der Weihnachtszeit eingeleitet. Als maßgeblicher Indikator dient dabei nicht das Süßwarensortiment in den Discountern der Republik, die gefühlterweise mit der Auferstehung Jesu Christi ihren Platz in den Regalen und Wühltischen gefunden haben, sondern der schleichende Aufbau gigantischer Weihnachtsmärkte, die den Eventcharakter des besinnlichen Festes mit einer gepflegten Achterbahnfahrt unterstreichen.

Neben diesem Klischee, das vor Stereotypen strotzt, verbinden sich mit der Weihnachtszeit fast sagenumwobene Geschichten. Die Mär steigender Herzinfarktraten als Folge stressintensiver Familienzusammenkünfte ist eines von vielen Beispielen, das sich an dieser Stelle anführen lässt. In dieser Reihe weihnachtlicher Kuriositäten findet sich auch das Ammenmärchen, um die dickbäuchige und rot-weiße Gestalt des Weihnachtsmannes. Ein Resultat gewiefter Werbestrategie eines bekannten Getränkeherstellers oder doch Teil einer größeren Verschwörungstheorie?

Spaß beiseite – neben diesen „urban legends“ existieren auch eine Menge „hard facts“ mit Branchenrelevanz rund um die schönsten Stunden des Jahres. Weihnachten ist ein kostspieliges Ereignis. Laut dem Leitmedium „Der Handel“ investieren die deutschen Verbraucher dieses Jahr in die Freude der Liebsten durchschnittlich 230 Euro. Geldgeschenke und Gutscheine sind die diesjährigen Spitzenreiter im Ranking der beliebtesten Geschenke. Von zehn Befragten wollen sechs Bargeld oder Gutscheine schenken. Damit steigerte sich die Quote im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent. Auf der zweiten Position platzieren sich Bücher. Ein Klassiker unter den Weihnachtsgeschenken, auf den 57 Prozent der Befragten zurückgreifen wollen. Den dritten und vierten Platz belegen Kleidung und Süßigkeiten mit 46 bzw. 42 Prozent.  

Die geplanten Mehrausgaben der Verbraucher spiegeln sich auch im anhaltend guten Konsumklima wieder. Insgesamt lassen sich daraus durchaus positive Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft im Interaktiven Handel ableiten. Trotz des guten Konsumklimas bleibt die Qual der Wahl, denn Geschenke kaufen sich bekanntlich nicht von allein. Wie jedes Jahr ist  Menschenkenntnis gefragt, um das Besondere zu schenken.

Durch zwei Glühwein mit zusätzlich Schuss und einem adrenalinfördernden Looping auf dem Rummel, Pardon dem Weihnachtsmarkt natürlich, rückt zumindest an einem Abend das bleibende Problem der Geschenkbeschaffung in den Hintergrund. Steter Tropfen höhlt den Stein und die Sanduhr rinnt gnadenlos weiter Richtung Heiligabend. Daher sind Verdrängungsmaßnahmen nett, aber ineffektiv. Dennoch ist Hektik fehl am Platz. Zumindest was die Besorgung der Weihnachtsgeschenke betrifft. Wer chaotische Fehlkäufe in den überfüllten Ladenzeilen am 24. Dezember verhindern will, sollte einfach ruhig und entspannt im Vorfeld des Fests bestellen. Zum Glück gibt es den Interaktiven Handel und die Kompetenz erfahrener Dienstleister.

Stefan VoigtPermalinkKommentare 0
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„My Home Is My Castle“ – Weil es zu Hause einfach am schönsten ist!

verfasst am 07.11.2012 von Stefan Voigt

 

Die eigenen vier Wände waren schon immer Rückzugsraum und Erholungsoase. In diesem Kontext reduzierte sich die heimische Unterhaltung auf die Nutzung klassischer Medienkanäle und privater Gesellschaftskontakte. Dieses menschliche Bedürfnis nach Heimat und lokaler Beständigkeit bei gleichzeitigem Verlangen nach Geselligkeit wird in der digitalen Welt als Homing bezeichnet. Sprich das eigene Zuhause avanciert zum sozialen Lebensmittelpunkt, indem die sozialen Kontakte hauptsächlich in den häuslichen Bereich verlegt werden. Die eigenen vier Wände erfüllen die öffentlichen Funktionen von Restaurants, Clubs und Freizeiteinrichtungen. Warum essen gehen, wenn Mensch in gewohnter Umgebung mit Freunden zusammen kochen und anschließend bei einem Film oder verschiedenen Gesellschaftsspielen den eigenen Abend gestalten kann.

Dieser Modus Vivendi ist wahrlich nicht neu und hat in gleicher Form auch schon vor vierzig Jahren funktioniert. Der Unterschied zum alten Jahrtausend besteht „lediglich“ in der umfassenden Digitalisierung des Alltags, die nicht wie ungewollte Postwurfsendungen durch einen hinweisenden Aufkleber an der Haustür aufgehalten wurde. So gesehen hat der digitale Siegeszug längst die heimischen Wohn- und Schlafzimmer erreicht. Ob Gaming oder Community, der Kontakt zur Außenwelt verläuft nicht mehr über das klassische Spielebrett oder den schriftlichen Briefverkehr. Darüber hinaus umfasst Homing subtile Arten der individuellen Heimgestaltung. Geld und Zeit im Rahmen von heimischen Do it Yourself-Maßnahmen zu investieren, ist längst keine Trenderscheinung mehr, sondern ein fester Bestandteil der Alltagskultur geworden. Das alles wird nicht länger per pedes im Baumarkt auf der „Grünen Wiese“ erledigt, sondern von der heimischen Front organisiert. Wieder einmal schlagen Bruder E-Commerce und Schwester Mobile dem Heimweh ein Schnippchen.

Aber die Trends rund um das Homing sind vielseitiger, als sie auf den ersten Blick erscheinen. Mit Ambient Assisted Living zum Beispiel werden Konzepte, Produkte und Dienstleistungen bezeichnet, die Technologien und das soziale Umfeld miteinander verbinden, um die Lebensqualität zu verbessern. Besonders in der alternden Gesellschaft steigt das Bedürfnis nach altersgerechten Lösungen für ein gesundes und unabhängiges Leben. Ambient Assisted Living greift diesen Themenschwerpunkt auf und bietet praktische Entlastungen im täglichen Leben innerhalb der eigenen vier Wände. Ein weiterer Trend beschreibt die zunehmende Vernetzung von heimischen Gegenständen durch intelligent integrierte Technologien. Ein Kühlschrank der Grundnahrungsmittel automatisch nachordert oder dem Verbraucher eine Einkaufsliste auf das Mobile sendet, wird allgemein unter der Rubrik Connected Home geführt.

Delivery Services, Functional Furniture, Inperience und SHEF sind weitere von vielen anderen Trends, die es im Rahmen von Homing zu entdecken gilt. Goethe galt in der Vergangenheit und gilt auch in der Zukunft – „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nahe.“

Einen vertieften Einblick in die Thematik, ganz ohne „Deutsche Klassik“ und spannende weitere Trends erwarten Sie im bvh Trendbook 2012/2013. Sie haben noch nicht das neue Trendbook?

Gleich bestellen unter www.bvh-trendbook.de.

Stefan VoigtPermalinkKommentare 0
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Lebensmittel interaktiv bestellen? – Ein Markt mit riesen Potential

verfasst am 01.11.2012 von Stefan Voigt


Die Fachpublikationen, die einem in der täglichen Postmappe begegnen, bieten wöchentlich einen spannenden Einblick auf Themen, die den Interaktiven Handel beschäftigen. Dabei haben sich wieder einmal Lebensmittel als thematischer „Evergreen“ entpuppt. Die maslowsche Bedürfnispyramide stellt nicht umsonst Essen und Trinken als fundamentale Grundlage aller menschlichen Bedürfnisse dar. Also warum in Zeiten steigender Digitalisierung im Einzelhandel kaufen, wenn man bequem von zu Hause aus Lebensmittel bestellen kann? Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, der Markt ist längst vorhanden und die Bedürfnisse vieler Kunden sind bereits geweckt.

Ein Blick auf die zentralen Ergebnisse der Studie „Trends im Handel 2020“ des EHI Retail Institute verrät, dass bereits jeder zehnte Deutsche Lebensmittel über den Online-Handel bezogen hat. Darüber hinaus können sich 21 Prozent der Befragten vorstellen, künftig Lebensmittel über den Internet-Handel zu bestellen. Allein dieser Umstand würde eine Verdopplung der aktuellen Umsatzergebnisse im Bereich des Interaktiven-Lebensmittelhandels bedeuten. Die geweckten Erwartungen der zu Beginn des Jahres veröffentlichten Studie werden durch die neusten Quartalszahlen des bvh bestätigt. Im Vergleich zum 3. Quartal 2011 konnte im 3. Quartal 2012 mit Lebensmitteln, Delikatessen und Wein eine Umsatzsteigerung von 53 Prozent erzielt werden. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse der vom bvh in Auftrag gegebenen Studie „Interaktiver Handel in Deutschland“ seit Jahren, dass die E-Commerce Umsätze durch Lebensmittel steigen. Während 2008 lediglich 170 Mio. Euro im E-Commerce Sektor umgesetzt wurden, waren es 2011 bereits 400 Mio. Euro.

Trotzdem besitzt der stationäre Handel in der Lebensmittelbranche klare Wettbewerbsvorteile. Dabei ist die direkte Warenverfügbarkeit von Lebensmitteln im Einzelhandel ein entscheidendes Verkaufsargument gegenüber der Interaktiven Branche. Die größte Marktzugangsbeschränkung für Interaktive Versender stellt jedoch die Preispolitik in der Lebensmittelbranche dar. Im umkämpften Verdrängungswettbewerb der Lebensmittelhändler vor allem im Segment der Discounter sind die zu erwartenden Erträge für viele Versender zu gering. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt jedoch deutlich, dass der Lebensmitteleinzelhandel das Marktpotential erkannt hat und interaktive Bestellmöglichkeiten schrittweise in sein Handelsportfolio integriert. Derzeit werden verschiedene Ansätze verfolgt. So sind Modelle bei dem der Kunde Waren online bestellt und im stationären Geschäft abholt oftmals gängige Praxis. In einigen Regionen wird mittlerweile sogar der Lieferservice an den Bestellvorgang gekoppelt. Die regionale bzw. lokale Lösung von Warenlieferung besitzt dabei den klaren Vorteil, dass Waren frisch und schnell geliefert werden können.

Da viele Lebensmittel jedoch ein längeres Haltbarkeitsdatum besitzen, werden künftig auch Internet-Pure-Player der wachsenden Nachfrage von Lebensmitteln im Netz mit einem breiter aufgestellten Warensegment begegnen. Eine entscheidende Frage dreht sich rund um die Logistik. Gelingt es den Versendern, verderbliche Waren schnell und kostengünstig an den Endverbraucher zu liefern, wird sich das Einkaufverhalten der Kunden positiv gegenüber den Interaktiven Handel entwickeln. Eine elementare Voraussetzung für die Lieferung von Frischwaren sind intelligente Kühlketten, die von einigen Anbietern bereits heute erfolgreich angewendet werden. Inwieweit  sich der Versand von Frischwaren außerhalb der Metropol-Regionen durchsetzen kann, bleibt abzuwarten.     

Mit der altbekannten Bio-Kiste, die einmal in der Woche vom heimischen Gemüseproduzenten oder den Reformhaus an der Ecke geliefert wird, hat sich ein Liefermodell etabliert, das viele Konsumenten seit Jahren in Anspruch nehmen. Die Praxis zeigt, dass Grundnahrungsmittel, die wöchentlich benötigt werden, über ein Abonnementen-System an die deutschen Haushalte geliefert werden können. Heutzutage existieren mit Mobile oder Internet-Plattformen genügend Online-Tools, um die notwendige Flexibilität in die wöchentliche Bestellung zu bringen. Das entscheidende Kriterium für eine langfristig erfolgreiche Expansion sind guter Service und die hohe Qualität der gelieferten Lebensmittel. Ist dies der Fall, ist mit einer zunehmenden Verbrauchergewinnung und Kundenbindung zu rechnen. Der Versand von Lebensmitteln durch Interaktive Händler bleibt ein spannendes Zukunftsthema. 

Stefan VoigtPermalinkKommentare 1
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