• <<
  • <
    1. 1
    2. 2
    3. 3
    4. 4
    5. ...
  • >
  • >>

Zur Zeit wird gefiltert nach: Ingmar Böckmann
Filter zurücksetzen

Oliver Beste, Tollabox: Die Dynamik nicht unterschätzen

Gastbeitrag von Olaf Kolbrück

Mit freundlicher Genehmigung von etailment 

Selten hat ein Start-up schon in der Gründungsphase so viel Vorschuss-Lorbeeren erhalten, selten hat ein Projekt auf einer Crowdfunding-Plattform wie Seedmatch so schnell Geld eingesammelt. Kein Wunder: Tollabox überzeugt nicht nur mit einem pädagogisch unterfütterten "Spielzeug im Abo"-Konzept, sondern  Macher von Tollabox ist Oliver Beste, der schon als Mitgründer des Online-Shops myToys überzeugte. Mit ihm sprach etailment über die Vorteile des Crowdfunding und wie sich die Rahmenbedingungen für Gründer verändert haben.

 

Für Tollabox haben Sie Crowdfunding genutzt. Bei Ihrer Reputation hätten Ihnen sicherlich auch andere Türen offengestanden. Was sprach also dafür? 


Oliver Beste: Die Crowdfunding-Finanzierung besteht aus Darlehen statt Firmenanteilen -  uns verbleibt die unternehmerische Führung ohne die Mitsprachebedingungen von Risikokapitalgebern.

Welche Hilfe ist die Crowd für die weitere Vermarktung eines Start-ups?

Oliver Beste: Wir haben 599 Investoren gewonnen von denen viele die Tollabox weiterempfehlen. Außerdem generiert Crowdfunding heutzutage noch Presseaufmerksamkeit, für die jedes Start-up dankbar ist.

Der Funding-Erfolg war ziemlich beeindruckend. Was haben Sie richtig gemacht? 

Oliver Beste: Crowdinvestoren stellen kritische Fragen und haben immer mehr Auswahl, das heißt, die Geschäftsmodelle müssen nicht nur gute Erfolgschancen aufweisen, sondern überzeugend erklärt sein. Außerdem ist die Investitionsdynamik nicht zu unterschätzen. Wenn nicht genügend Investoren zuschlagen, halten sich viele andere zurück. Wir haben am Anfang eine ganze Reihe Investoren aus dem Bekanntenkreis aktivieren können.

Dann kann jetzt eigentlich nichts mehr schiefgehen? 

Oliver Beste: Gründer können immer scheitern, sonst würde es jeder wagen. Tollabox benötigt rund 3 Mio. Euro Kapital bis zum geplanten Breakeven und muss noch viele Geschäftsherausforderungen meistern. Zum Glück haben wir viel Erfahrung wie das gelingen kann. Mit den Crowdinvestoren im Rücken sind die Chancen auf Erfolg noch einmal zusätzlich gestiegen.

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?


Oliver Beste:
 Die Gewinnung einer großen Zahl treuer Kunden. Das erfordert ein tolles Produkt und günstige Marketingkanäle.Sie haben mittlerweile ein gutes Dutzend Unternehmen gegründet. Darunter Mytoys.

Wie haben sich die Anforderungen an Gründer seitdem verändert?

Oliver Beste: Gründen in der Internetwelt wird günstiger und steht immer mehr mutigen Menschen offen. Was man früher teuer herstellen musste, kann man heute oft günstig mieten und outsourcen: Einen Internet-Shop von Magento, Server-Kapazität von Amazon, günstige Werbung zum Testen der Nachfrage von Google und diverse Dienstleistungen von Buchhaltung bis Telefonbeantwortung.

Oliver Beste ist auch Gastredner beim etailment-Summit im November in Berlin.

Ingmar BöckmannPermalinkKommentare 0
Tags: etailment, tollabox, startup
Views: 172
11.07.2013
18:10

20% waren wohl etwas zuviel...

erstellt von Ingmar Böckmann am 11.07.2013

"20% auf alles, außer Tiernahrung!"

Jahrelang durch's Radio, Fernsehen und Flyer dem Kunden entgegengerufen, scheint die Strategie letztendlich nicht so erfolgreich gewesen zu sein. 

Dabei hatte Praktiker es ja nun auch mal eine zeitlang ohne diesen quasi Standard-Rabatt versucht. Aber irgendwie haben sich die Kunden wohl daran gewöhnt. "Was?! Ich bekomm hier keine 20% Rabatt mehr? Dann geh ich doch lieber zu Obi." 

Es scheint keine sinnvolle Strategie zu sein den Kunden immer durch den Preis gewinnen zu wollen. Wenn man pauschale Preisnachlässe gewährt, dann erwartet der Kunde eben irgendwann das man immer der günstigste am Markt ist. Viel besser ist es doch mit positiver Beeinflussung Kunden zu gewinnen. IKEA macht das mit den beinahe schon legendären Köttbullar. Hornbach bietet einen Drive In, wo man direkt bis ans Regal mit dem Auto fahren kann.

Was können wir daraus für den Interaktiven Handel lernen? Kaufanreize sollten immer durch positive Erfahrungen gesetzt werden. Selbstzerstörende Kartonagen um den Kunden an der Retoure zu hindern sollten ebensowenig zur Verkaufsstrategie gehören wie utopisch niedrige Angaben zur Lieferzeit oder unerreichbare Servicenummern. Der Kunde kauft eben viel lieber dort ein, wo er beim auspacken der Ware noch ein paar Gummibärchen vorfindet. Wenn die Ware einen Tag früher als erwartet eintrifft, dann erscheint die eigentlich recht durchschnittliche Lieferzeit auf einmal ziemlich flott.

Natürlich ist ein Rabatt auch irgendwo eine positive Erfahrung. Nur wenn er dauernd erneuert wird und noch dazu über das gesamte Sortiment gelegt wird, dann fühlt sich der Kunde auch irgendwann verarscht. Davon wieder weg zu kommen ist um ein Vielfaches schwerer als es einzuführen.

Es gibt natürlich noch ähnlich gelagerte Fälle. Zum Beispiel Rücksendezeiträume jenseits von Gut und Böse auf Saisonware.

Bleibt zu hoffen das möglichst viele der Praktiker-Baumärkte durch Max Bahr übernommen werden können. Und das es in einem halben Jahr nicht etwa heißt: "20% auf alles, außer Tiernahrung! Nur bei Max Bahr."

 

Ingmar BöckmannPermalinkKommentare 0
Tags: praktiker, pleite
Views: 560

Von Clustern, Netzen und Optimierung des Social CRM

verfasst von Martin Gross-Albenhausen am 29.4.2013
Vereinfachte Cluster-Strukturen bei Facebook nach Stephen Wolfram

Der Erfinder der Suchmaschine Wolfram Alpha, der britische Physiker und Mathematiker Stephen Wofram, hat in seinem Blog die Ergebnisse seiner Analysen von mehr als einer Millionen Facebook-Nutzer geschildert (via SPON). Auf den ersten Blick bestätigen die aggregierten Zahlen die Stereotype über geschlechts- und altersspezifisches Verhalten. Und auch über die Themen, die jeweils relevant werden.

Ein besonders spannender Aspekt ist allerdings die Varianz in den „Clustern“, also den verschiedenen sozialen Netzen, die die Facebook-Mitglieder über das Social Network pflegen. Hier zeigen sich von linearen Zusammenhänge über echte Netze bis zu völlig getrennten Bezugsgruppen zahlreiche Muster. Diese Muster wiederum kommen einerseits unterschiedlich häufig vor, andererseits scheinen sie selbst wiederum nach Alter unterschiedlich auszufallen.

 

Vorkommen bestimmter Cluster-Strukturen bei Facebook insgesamt sowie nach Alter der FB-Nutzer

Daraus ergeben sich für mich zwei Fragen:

  • Inwieweit kann die neue Disziplin „Social CRM“ die offenbar bestätigten Stereotype in der Nutzung des Social Graph für Werbung einsetzen?
  • Muss bzw. kann Social CRM so angelegt werden, dass Cluster erkannt und differenziert optimiert werden?

Möglich ist offenbar eine Kontext-Bewertung/Klassifizierung. Vielleicht ist es noch zu früh, um hier belastbare Ergebnisse in Tests zu ermitteln. Schließlich ist Facebook trotz der mehr als einer Milliarde Nutzer noch so jung, dass sich bei weitem nicht alle Alters-, Berufs- oder anderweitig differenzierbare Bevölkerungsgruppen in gleichem Maß dort engagieren. Wir reden hier also weit mehr noch als in anderen Marketing-Disziplinen von „beweglichen Zielen“.

Dennoch wird eine neue Dimension im Performance Marketing ergänzt, und das ist in jedem Fall eine Chance für den Interaktiven Handel.

Ingmar BöckmannPermalinkKommentare 0
Tags: stephen wolfram, social crm, wolfram alpha
Views: 864
  • <<
  • <
    1. 1
    2. 2
    3. 3
    4. 4
    5. ...
  • >
  • >>

Anmelden

Passwort vergessen.

registrieren

« Juli 2013»
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31        

Letzte Kommentare

AW: Was ist mit eBay?
17.07.2013 11:40
Was ist mit eBay?
09.07.2013 15:08
Internet Mandat
18.06.2013 08:37
Es geht doch nicht um das Klonen der Zooplus-Strategie
17.06.2013 16:33

Blog rolls

  • Handelskraft
  • kassenzone.dekassenzone.de
  • EtailmentEtailment
  • shopbetreiber-blog.deshopbetreiber-blog.de
  • Exciting CommerceExciting Commerce

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS Reader

RSS 0.91Posts
RSS 2.0Posts

Meist gelesene Posts

Weihnachtszeit ist DDoS-Zeit
12603 Mal angesehen
21.10.2011 18:39
Herzlich willkommen Martin Groß-Albenhausen! Ciao Sabine!
11099 Mal angesehen
30.08.2011 15:16
Unser bvh-Blog startet
10724 Mal angesehen
25.08.2011 12:02
Datensicherheit bei sozialen Netzwerken wird zum Thema im...
10511 Mal angesehen
20.10.2011 17:26