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Wie sieht sie aus, die Zukunft des Interaktiven B2B-Handels?

verfasst am 08.11.2012 von Christoph Wenk-Fischer

 

Dienstag Abend hat Mercateo vor geladenen Gästen in Berlin und per Livestream im Netz ein neues, weltweit einzigartiges Feature präsentiert und freigeschaltet: "Mercateo Auction". Vier Wochen zuvor wurde bereits mit "Mercateo Cluster" eine andere Innovation bei, wie Mercateo selbst über sich sagt, "Deutschlands größtem, offenen B2B-Markplatz" eingeführt. 

Macht der jetzt Werbung? Nein, aber warum schreibe ich dann darüber?

Zum einen fand bei Mercateo unser letzter B2B-Tag statt und wir kamen nicht nur in Genuss der Gastfreundschaft des Unternehmens an seinen Standorten Köthen und Leipzig sondern bekamen auch tiefe Einblicke in die Entwicklung des B2B-Handels online. Und da ist richtig "Musik drin": Folgt man den Einschätzungen, dass das Marktvolumen dieser Branche deutschlandweit bei ca. 135 Milliarden Euro liegt, sieht man das Internationalisierungspotential und die technische Entwicklung, dann kann man sich manchmal schon fragen, warum um andere Bereiche, Produkte und Segmente des Onlinehandels so viel Aufhebens gemacht wird; und warum Innovationen im B2B-Bereich nicht entsprechend gewürdigt werden.

Mercateo ist in Berlin jetzt völlig zu recht und mit Stolz den Schritt in die Öffentlichkeit mit der sehr gelungenen, leicht "amerikanisch" angehauchten Veranstaltung und Präsentation gegangen. Ich finde im Bereich B2B haben wir im bvh, in Deutschland und im internationalen Vergleich wirklich einige "Hidden Champions" zu bieten und zudem noch ein riesiges Potential. An Mercateo als Beschaffungsplattform kommen jetzt schon Einkäufer sowie Lieferanten und auch viele B2B-Händler nicht mehr vorbei. Die wirtschaftliche Entwicklung und wie man sehen kann, auch die technische Entwicklung verlaufen rasant. Man kann sich sehr freuen, dass ein junges und innovatives Unternehmen und auch seine Geschäftsidee mal nicht von der us-amerikanischen Westküste, sondern aus Deutschland stammt. Das macht Mut! Und natürlich gibt es da auch noch viele andere, aber ich will mehr davon!

Das wirft aber auch Fragen auf, wie sie sich vielleicht vergleichbar schon mit dem Aufkommen von Amazon und Ebay, Google und Facebook besonders im B2C-Bereich gestellt haben: Wie wird sich die Branche entwickeln? Wird ein ruinöser Preiswettbewerb starten? Wie kann sich auf einer Plattform ein Händler sonst von anderen differenzieren? Welche Services werden Benchmark? Welche Investitionen werden nötig? Und wie sind die zu bezahlen? Oder werden Händler zu reinen Lieferanten?

Der bvh intensiviert daher seine Arbeit mit und für die B2B-Unternehmen. Zusätzlich zu dem schon traditionellen, jährlichen B2B-Tag und der wichtigen B2B-Studie (bei beidem unterstützt uns ganz hervorragend Creditreform), findet am 20.11.2012 hier in Berlin bei uns in der Taubenstraße die konstituierende Sitzung des bvh-Arbeitskreises B2B statt. Er wird sich künftig halbjährlich treffen. Ich freue mich über das Interesse und lade alle interessierten Mitgliedsunternehmen herzlich zur Teilnahme ein.

Ansprechpartner ist Martin Groß-Albenhausen (mailto: martin.gross-albenhausen(at)bvh.info

 

Christoph Wenk-FischerPermalinkKommentare 0
Tags: mercateo, auktionen, beschaffungsplattform, e-procurement, business to business
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17.09.2012
15:40

Buttonlösung: Telefonaktion von bvh und HÄRTING Rechtsanwälte

verfasst am 17.09.2012 von Christoph Wenk-Fischer


Dass ich die sogenannte "Buttonlösung" für den Online-Handel mit Waren für unsinnig und überflüssig halte, kann ich nur wiederholen; zuletzt heute auf unserer Pressekonferenz zum Thema "Online-Sicherheit" (mehr dazu noch gesondert von Christin Schmidt). Der dapd z.B. hat das Thema aufgenommen und so kann man es gerne in diversen Medien nachlesen. Ich verlinke ganz bewusst mit dem "Boulevard Baden" mal auf ein kleineres, regionales Portal.

Nichtsdestotrotz müssen wir uns seit dem 01.08.2012 mit den praktischen Problemen der Umsetzung beschäftigen und können uns nach einem Monat "Button-Lösung" über erste Erfahrungen damit austauschen.

In Zusammenarbeit mit unserem Preferred Business Partner HÄRTING Rechtsanwälte (www.haerting.de) bieten wir deshalb jetzt exklusiv für unsere Mitglieder und Preferred Business Partnern neu ein kostenloses Angebot:

In einer Telefonkonferenz findet zu aktuellen, wichtigen Rechtsproblemen des Interaktiven Handels jeweils eine Frage- und Diskussionsveranstaltung mit den auf das jeweilige Thema spezialisierten Rechtsanwälten der Kanzlei HÄRTING statt. Die Gesprächsrunde startet mit einer kurzen, leicht ver- ständlichen juristischen Einführung in das Thema. Danach haben die Teilnehmer für anderthalb Stunden am Telefon die Möglichkeit dem Anwalt und auch den anderen Teilnehmern ihre Fragen zu stellen und mit ihnen zu diskutieren.

Zielgruppe der Veranstaltung sind nicht etwa nur Juristen, sondern Geschäftsleitung und Fachbereiche unserer Mitglieder und Preferred Business Partner.

Der Auftakt ist jetzt am 21. September 2012 in der Zeit von 10 bis 12 Uhr mit der Telefonkonferenz

"Aktuelle Probleme und praktische Fragen zur Umsetzung der 'Buttonlösung'".

Wir laden Sie zusammen mit HÄRTING Rechtsanwälte herzlich ein, teilzunehmen. Bitte melden sie sich per E-Mail an: rueckerl(at)haerting.de oder sekretariat(at)bvh.info.

Wir senden Ihnen dann rechtzeitig vor dem 21.09. die Einwahldaten zu.

 

Christoph Wenk-FischerPermalinkKommentare 0
Tags: button lösung, verbraucherschutz, umsetzung, gesetz
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60-90-60: verpasste Chancen für den Bekleidungshandel?

verfasst am 05.09.2012 von Christoph Wenk-Fischer


Wo kaufen die Kunden in Deutschland Bekleidung ein? Keine Frage - natürlich im Interaktiven Handel; und zwar 2010 (das Jahr wähle ich der Vergleichbarkeit halber) im Volumen von 12,4 Milliarden Euro (siehe bvh/TNS-Studie 2010) ). Im Volumen von 29 Milliarden Euro wurde 2010 Bekleidung stationär eingekauft (Quelle BTE).

Und, wie passen uns die ganzen Klamotten?

Sehr lesenswert ist ein Beitrag von Journelle, einer Bloggerin. Sie hat im August einen Blogpost veröffentlicht, in dem sie vielen aus der Seele gesprochen hat:

Wo kauft man Bekleidung ein, wenn man keine Idealfigur von 90-60-90, sondern eher die Maße 60-90-60 hat? Dazu hat Journelle ein "Beweis-Foto" von sich veröffentlicht und damit eine Welle ausgelöst. Auf Twitter (Hashtag: #609060) und Instragram veröffentlichen jetzt viele ihrer Leidensgenossinnen und -genossen 60-90-60-Bilder von sich. Sie demonstrieren damit Solidarität und das Bedürfnis nach Passform außerhalb der Model-Maße. Diese Kundengruppe ist groß und das Potential darin offensichtlich nicht ausreichend erschlossen - weder von den interaktiven Händlern, noch von den Läden an der Straße.

Für den Stationärhandel bedeutet das "nur" Umsatzausfall, diese Kunden nach der Anprobe nicht zufriedenzustellen. Für den Interaktiven Handel jedoch ist das Thema ganz besonders wichtig; kommt zum Umsatzausfall noch das teure Retourenthema hinzu. Dazu konnte man jüngst in der acquisa   (Heft 09/2012, S. 60 ff.) unter der Überschrift: "Die Geister, die ich rief" einiges lesen.

Daher arbeitet unsere Branche sehr intensiv an den Themen "Sortimentsstruktur", "Größenmessung" und "verlässliche Größenangaben". So gibt es Initiativen wie "Size Germany"   , an der auch der bvh mitwirkt. "Size Germany" ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Organisationen, die im Wege der Reihenmessung für eine Anpassung der Konfektionsgrößen an die Wirklichkeit sorgen. Ein anderer Umgang mit dem Thema "Passform" ist das Angebot von "Maß-Bekleidung" im Netz, wie man es auch bei bvh-Mitgliedsunternehmen findet.

Und die Sortimentsgestaltung? Für sich fündig geworden ist Journelle bei einem unserer Mitgliedsunternehmen!

Christoph Wenk-FischerPermalinkKommentare 0
Tags: mass customization, idealmaße, passform, journelle
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